Morgen am 9. November jährt sich der Mauerfall zum 20igsten Male. Ich denke das ist doch ein Artikel wert. Auch wenn ich den Mauerfall nicht bewusst miterlebt habe, war damals erst 1 Jahr alt, beschäftigt mich dieses Thema doch sehr. Ich kann also nicht aus eigenen Erfahrungen oder so schreiben.
Ich kann nur beschreiben, wie ich das 20igste Jubiläum erleben. Aber vielleicht möchte auch der eine oder andere einen Kommentar ergänzen, wir ihr den Mauerfall aus eurer Sicht damals erlebt hat.
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Viele Fragen tauchen zu dem Thema der Mauerfall in den letzten Tagen auf. Heute habe ich zum Beispiel im Presseclub gesehen, wie ein paar Redakteure darüber diskutiert haben, ob Deutschland jetzt wirklich eine Einheit ist. Eines gleich vorne weg, es gab dort sehr unterschiedliche Meinungen.
Dieses Thema möchte ich jetzt aber mal aus meiner Sicht darstellen, ich kenne ja nix anderes als das Gesamte Deutschland. Die DDR war vor meiner Zeit. Ich ganz persönlich finde, dass Deutschland schon zu einer Einheit geworden ist. Die junge Generation wie ich, macht eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen Ost und West. Bei älteren Generationen mag das vielleicht etwas anders aussehen.
Ich denke das braucht einfach noch ein paar Jahre bis vermutlich alle Wunden und Grenzen verheilt sind. In den letzten 20ig Jahren ist doch einiges passiert. Vor allem hat der Osten jetzt doch fast den gleichen Lebensstandard wie der Westen. Nur bei den Löhnen gibt es noch Unterschiede, was eigentlich nicht gerechtfertigt ist. Oder sind die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland niedriger?
Eine ganz besondere Situation stellte natürlich die Stadt Berlin dar. Denn durch Berlin ging ja die Mauer. Von einem auf den anderen Tag konnte man seine Verwandten nicht mehr besuchen. Auch war Westberlin von der Außenwelt im Prinzip abgeschottet. Ringsherum war die DDR. Es ging sogar so weit, dass man eine Luftbrücke einrichten musste. Ich denke die kennt wohl jeder.
Zum Schluss möchte ich doch noch kurz auf die Politik eingehen. Unsere Kanzlerin Angela Merkel bezeichnete den 9.November 1989 als den glücklichsten Tag der jüngeren Deutschen Geschichte. Sie selbst hat ja miterlebt, wie es in der DDR zugeht.
Auch hier im Westen gibt es immer mehr Ostdeutsche Dinge, was uns aber glaub gar nicht so bewusst ist. Wie schon erwähnt kommt die Kanzlerin aus der ehemaligen DDR. Auch die Ostdeutsche Linkspartei zieht immer mehr in westdeutsche Landtage ein. Ist ist jetzt mal völlig ohne Bewertung.
Ich denke daran kann man doch ganz gut sehen, dass wir langsam zu einer Einheit zusammenwachsen. Der Übergang muss fließend geschehen. Vermutlich wissen schon in 20 bis 30 Jahre viele Kinder nicht mehr, dass früher Deutschland mal geteilt war. Gut man lernt es dann im Geschichtsunterricht, aber so richtig begreifen können die es wahrscheinlich nicht mehr.
Feiert ihr den 20igsten Jahrestag des Mauerfalls speziell?

9. November 2009 um 18:50 Uhr
Feiern nicht, aber ich habe durchaus viele Bekannte im Osten. Gut ich lebe ja nur 4 Kilometer weg von der ehemalige Grenze so das es wohl einfacher ist Kontakte zu bekommen als wenn ich in München wohnen würde.
Lebenshaltungskosten im Osten.
Je nach Region sind die Lebenshaltungskosten im Osten doch um bis zu 20% niedriger als im Westdurchschnitt. Gut es gibt auch Regionen im Westen die billiger sind, aber insgesamt ist es wohl im Westen teure.
Die Löhne im Osten sind meist 10 bis 20% niedriger als im Westen, Die Ostenrenten sind aber meist genauso hoch wie im Westen wenn nicht gar höher. Dies liegt an die große Rentensteigerungen zur Beginn der 90%. Während es im Westen meist nur 2% waren gab es im Osten bis zu 12% Steigerung jährlich.
Übrigens unsere Bundes Angie ist in Hamburg geboren. Sie ist mit 3 Jahren in den Osten gegangen weil ihr Vater da eine neue Kirchengemeinde bekommen hat.
12. November 2009 um 17:51 Uhr
“Vermutlich wissen schon in 20 bis 30 Jahre viele Kinder nicht mehr, dass früher Deutschland mal geteilt war.”
Ich bin ja nur “Außenstehender” aber ich wünsche mir für Deutschland, dass die Mauer in vielen Köpfen auch endlich verschwindet. Leider besteht die nach 20 Jahren bei vielen noch stärker als zuvor. Schade eigentlich
13. November 2009 um 01:19 Uhr
Nein! Nicht “SO” Speziell – aber denke mal jeder wird sich daran erinnern – und selber noch mal in Erinnrungen schwelgen .. wie es denn war … etc..
21. November 2009 um 13:13 Uhr
Ich war damals mit meiner Tochter schwanger im 9 Monat und ich und mein Papa sassen an diesem bewussten Abend vor dem TV sahen diese Bilder und haben uns an der Hand gehalten und geheult. Sehr emotional das Ganze.
Und das als Österreicher(in) die im Prinzip so gut wie nichts wusste.
Schade das es jetzt 20 Jahre danach immer noch Menschen gibt die diese Mauer “Im Kopf” haben wie Gerry (Andersreisender) sagt…
24. November 2009 um 16:53 Uhr
Also ich bin nochmal 4 Jahr älter, aber ich erinner mich auch nicht mehr an den Mauerfall oder die Wiedervereinigung, ans zweitere vielleicht noch, aber da wurde ich gerade eingeschult, es war sowieso alles aufregend, und was die Wiedervereinigung bedeutete, konnte ich damals noch gar nicht einschätzen. Ich seh es genauso wie du, es braucht eben noch Zeit, aber Leute in unserem Alter sehen in der Hinsicht keinen Unterschied mehr.
27. November 2009 um 19:00 Uhr
Ich war grade mal 8, als die Mauer fiel und kann mich nur noch ganz dunkel an die vielen weinenden und feiernden Menschen im Fernsehen erinnern. War mir damals ziemlich wurscht, was da passiert ist. Vielleicht, wenn ich damals schon gewusst hätte, dass mein zukünftiger Mann ein “Ossi” sein wird, ja, vielleicht hätte ich dann auch mitgefeiert
Die Mauer in den Köpfen ist leider nach wie vor da. Das merkt mein Schatz noch sehr oft hier in Süddeutschland und genauso merke ich es, wenn wir seine Verwandten in Magdeburg besuchen. Das menschliche Gedächtnis ist hartnäckig und neigt dazu, Vergangenes zu beschönigen…
4. Dezember 2009 um 14:00 Uhr
ich fand die riesen in berlin super,
meine kinder haben risen augen gemacht, als ich mit denen hin bin
8. Dezember 2009 um 19:36 Uhr
@Mukkel mein Kleiner, 2 Jahre, wollte nirgends anders hin… Und mit der Zeit war es, für mich, sooo anstrengend mich mit dem Kleinen auf den Schultern durch die Menge zu kämpfen… tolle Riesen :wacko:
8. Januar 2010 um 11:53 Uhr
Ich kenne auch einige aus dem Osten. Die jüngere Genereation dort ist nicht anders als wir hier im Westen. Aber speziell bei den Älterren merkt man noch einen “Unterschied”.