Alkoholverbot für Jugendliche an Tankstellen

Heikles Thema oder? Ich bin darauf gekommen, als ich im TV eine Diskussion zum Thema Alkoholverkauf an Tankstellen gesehen habe. Die Landesregierung von Baden Württemberg zum Beispiel plant ein Verbot des Verkaufes von Alkohol an Tankstellen und zwar Nachts. Ich frage mich was soll das bringen?

Trinken dann die Jugendlichen kein Alkohol mehr? Hat dann das Komasaufen ein Ende?

Nach meiner Meinung wohl eher kaum. Jugendliche kommen zu ihrem Alkohol, da bin ich mir sicher. Dann wird im Discounter der Alkohol gekauft, wo er eh billiger ist. Warum denn unbedingt an der Tankstelle? Macht nicht wirklich Sinn.

Ich hätte mich schon wieder aufregen können, als eine Dame ihre Meinung Preis gab. Sie meinte es könne doch nicht gehen, dass Tankstellen Alkohol verkaufen. Wo komme man denn da hin…Hallo wo lebt die Frau den ;-)

Mit solchen Maßnahmen lässt sich der Alkoholkonsum sicherlich nicht eindämmen. Hier muss viel mehr Präventionsmaßnahmen und Aufklärung durchgeführt werden. Das bringt mehr als den Verkauf an Tankstellen zu verbieten.

Ich hoffe Ihr versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin sicherlich nicht dafür den Alkohol für Jugendliche frei zugänglich zu machen, mir ist nur die Diskussion und etwaige Meinungen auf den Nerv gegangen. Hier wird mal wieder an der völlig falschen Stelle angesetzt. Wie so oft in unserem Staat. Irgendwie erinnert mich das an die verschiedenen Rauchverbotregelungen. :wacko:

Ein völliger Schwachsinn. Entweder überall gleich, oder gar nicht. :good:

Was haltet Ihr denn davon? Bringt es was den Nachtverkauf von Alkohol an Tankstellen zu verbieten?

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 10. Juli 2009 um 13:25 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
15 Reaktionen zu “Alkoholverbot für Jugendliche an Tankstellen”
  1. Ich schließe mich da deiner Meinung an. Reinweg das Verkaufsverbot an Tankstellen ist schwachsinn, da sowieso die “harten” alkoholischen Getränke ein generelles Verkaufsverbot für Jugendliche haben und oftmals von “Erwachsenen” (Personen über 18, die sich für erwachsen halten) für die Jugendlichen gekauft werden.

    Vielmehr sollte meiner Meinung nach in der Prävention und Kontrolle verstärkt werden. Es muss ja einen Grund dafür geben warum dieser “Bedarf” besteht, dass so viele Jugendliche so viel Alkohol “brauchen” und somit dann via Rettungsdienst im Krankenhaus landen weil sie ihre Grenze bei weitem überschritten haben. Wenn man diesen Grund erkennt kann man dagegen etwas machen aber ein weiteres Verkaufsverbot bringt meiner Meinung nach absolut nichts. Die Bezugsquellen sind – egal in welcher Form – trotzdem vorhanden und werden auch mit 20 weitern Verboten nicht ausgemerzt. Man sieht es an Ländern / Regionen, in denen gar kein Alkohol geduldet wird (/wurde). Dort hat der Konsum auch nicht aufgehört. Statt dessen ging das ganze im Untergrund weiter.

    Wenn also die Jugendlichen einsehen, dass das was sie machen Mist ist sehe ich eine Chance. Nur wie oben schon gesagt müsste sich dafür jemand mit der Ursache beschäftigen. Ursachenforschung ist allerdings in Deutschland etwas, was wir nicht können. Wir kaschieren die Auswirkungen, damit es eventuell nach außen besser aussieht aber die Gründe bleiben unangetastet und zeigen sich nach kürzester Zeit in anderer Form wieder.

  2. Wenn dieses Verbot kommen sollte, dann wird den Tankstellen eine große Einnahmequelle wegbrechen. An der Tanke boomt der Zigaretten und Alkoholverkauf. Oft haben die Läden zu, man hat nichts mehr zum suafen und dann geht man halt mal schnell an die Tanke. Von daher würde schon eine Möglichkeit wegfallen. Aber es würde ja schon reichen, wenn die Tankwarts einfach mehr auf awareness geschult werden und keinen Alkohol an Minderjährige verkaufen. Letzte Woche war ich in der Tanke um zu bezahlen. Da war vor mir ein Mädel, dass sehr jung ausgeschaut hatte. Ich hätte sie auf 14 Jahre geschätzt und der Tankwart hat Ihr ohne mit der Wimper zu zucken Zigaretten verkauft. Keine Ausweiskontrolle kein gar nichts.
    MAn setzt hier aber wieder am falschen Ende an. Man sollte sich mal lieber überlegen woher dieses Komasaufen überhaupt her kommt und was die Ursacche ist. Früher hatte man ja auch problemloser Alkohol bekommen und da gab es nicht dieses Problem mit dem Komasaufen.

  3. Für Jugendliche unter 18 keinen Alk, nirgends. Das unterstütze ich voll. Ich gehörte auch mal zu der Gruppe Jugendlicher, die bei einem solchen Verbot wohl auf die Barikaden gegangen wären, aber ich habe für diesen Unsinn, so früh aus Neugier und Langeweile auf dem Land mit Alk anzufangen, sehr viel Lehrgeld bezahlen müssen.

    Viele sagen, ok, dann holen sie sichs woanders her, da sage ich nur, fass dir ma an Kopp, was das denn für ne Logik.

    Ist ein Thema, was mich ziemlich auf die Palme bringt. Ich sehe als schuldigen da auch nicht die Büdchenbesitzer, Tankwarts oder was auch immer, sondern einfach mal wieder unsere Regierung, die unser Land dahin gebracht haben, dass manche Geschäfte sich nurnoch halten können, wenn sie auch an Jugendliche verkaufen.

  4. Ola!

    Verbote sind nicht geeignet, gewohnheitsmäßigen oder sonstwie riskanten Rauschmittelkonsum zu verhindern! Im Gegenteil, sie erzeugen Ängste, die die Inanspruchnahme und Wirksamkeit von Hilfsangeboten behindern.
    Ich habe im Rahmen meiner Arbeit beinahe täglich mit Jugendlichen zu tun, die den Besuch der Suchthilfe vor sich her schieben, weil sie Angst haben, dass sie mit der Therapie die Polizei auf sich aufmerksam machen.

    Dazu kommt, dass Verbote die Trennung von Konsumenten und Nichtkonsumenten fördern. Dadurch entstehen “Betroffenengemeinschaften”, die sich gegenseitig in ihrem Konsumverhalten bestärken.
    Dieses Phänomen kennt jeder, der versucht mit dem Rauchen aufzuhören – In Gegenwart anderer Raucher fällt der Verzicht am schwersten.

    Drogenmündigkeit statt Abstinenzgefasel – Aufklärung statt Verbote!

    Mit hanfigen Grüßen
    Steffen

  5. Ich arbeite ja an einer Tankstelle und mache nur Nachtschicht, ich muss sagen das sich sehr viele Jugendliche Nachts Alkohol kaufen. Ich würde für ein Alkohol -Verkaufs- Verbot stimmen.:good:
    Weil gerade Abend und Nachts ja unteranderem die Spontan-Partys statt finden und da sind doch viele Kids noch unter 18 Jahre. Bei uns herscht Ausweis pflicht, die wir auch einhalten, aber einer von so einer Gruppe ist immer über 18 Jahre. Was soll man dann machen?
    Ich finde man sollte den Kids es so schwer wie möglich machen an Alkohol zukommen.

    Gruß Bea

  6. Eine sehr interessante Disskussion an der ich mich sehr gern beteiligen möchte:

    Ich finde eine rigorose Verbotspolitik das denkbar falsche Mittel: Wird nicht erst die “verbotene Frucht” interessant? Meiner Meinung nach sollten

    1. Die vorhandenen Gesetze und Regularien strenger überwacht werden
    2. Wir Erwachsene sollten ebenfalls mit gutem Beispiel voran gehen. Ich sehe Abends jede Menge Menschen die sich in der Bahn ihr “Feierabendbier” schmecken lassen. Also bitte – muß das denn sein?
    3. Auch mal Courage zeigen und was sagen wenn man Minderjährige mit Alkohol in der Öffentlichkeit sieht – ist doch normal das Kids provozieren und Ihre Grenzen ausloten wollen. Wenn Diese Ihnen nicht aufgezeigt werden kann daraus sehr schnell gewohnheit werden.
    4. Den Jugendlichen Alternativen zum Saufen aufzeigen und ermöglichen und das ist denk ich gerade in Zeiten wo die öffentlichen Mittel hierfür immer weiter gekürzt werden der Casius Knakus…

    Das sind nur einige meiner Gedanken hierzu. Ich danke Dir Andy dass Du diese Diskussion angestossen hast und ich bin sehr an weiteren Meinunngen innteressiert.

    Zum Thema Jugend und Grenzen werde auch ich bei mir einen Artikel schreiben, denn ich hatte diese Woche ein Erlebniss welches mich für einen Moment sprachlos machte…denk, dass ich da am Wochenende dazukomm…

  7. @ Micha: Da bin ich aber sehr gespannt, auf dein Erlebnisse!
    @all: Klasse von euch das ihr hier eure Meinung zum Besten gebt und man stellt fest das mal wieder nicht alles so gut ist was unsere Politiker sich einfallen lassen!

  8. Also bei uns in Freising ist so eine 24h-Tanke, an der schon etwa vor 10 Jahren der Verkauf von Alkohol zwischen 0 und 6 Uhr eingestellt wurde. Grund war, dass ja nicht alle Kiddies auf Disco-Bum-Bum-Mucke stehen (Metaller, Punks…) und diese sich also gerne mal die Wochenend-Nächte an oder in der Nähe dieser Tanke um die Ohren schlugen, die Hucke vollaufen ließen und es entsprechend oft Lärmprobleme gab.

    Seit das aber so ist, herrscht dort tatsächlich Ruhe und die Anwohner, die maßgeblich für das Verbot waren, haben endlich ihren Frieden.

    Und ja, die Kiddies von damals (einer davon ist ein guter Freund von mir), sind tatsächlich sehr schnell der Evolution gefolgt und besorgten sich fortan ihr Bier doch lieber vorab und lungerten daraufhin in der Fußgängerzone rum. Was wegen der dortigen Verkehrsberuhigung keinesfalls leiser abging als an der Tanke.

    Also im Endeffekt: jepp, das war eine reine örtliche Verschiebung des Problems. “Gelöst” hat das im Endeffekt überhaupt gar nichts.

  9. [...] ich bereits zu einem Artikel von Andy Kommentierte hatte ich diese Woche ein Erlebniss wo ich (allerdings nur für kurze Zeit) [...]

  10. Warum ein Nachtverbot an Tankstellen? Im Gegensatz zum Discounter hat die Tankstelle nachts noch offen (oftmals). Und ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass durchaus oft Jugendliche noch zu späterer Stund auf den Gedanken kommen, sie könnten noch mehr Alkohol gebrauchen. Und wenn sie nichts mehr hatten, heißt es kurz “Ich geh nochmal zur Tanke”.

    Ich verstehe den Ansatz daher durchaus und wüsste nicht so recht, warum man es so belassen sollte, wie bisher. Ich stimme aber durchaus zu, dass die Maßnahme das Alkoholproblem der Jugendlichen nicht lösen würde. Da liegt viel an der Erziehung, dass die Kinder das Richtige lernen. Auch wenn es von den Kindern her immer ultra “uncool” ist, ihnen sollte scheinbar deutlich mehr verboten werden. Wenn ich mir so einige Geschichten von Jugendlichen anhöre, kann ich nur den Kopf schütteln.

  11. …hat ungefähr so eine Wirkung, wie wenn man ein “Tequila-Ausschankverbot in deutschen Kneipen ab 18 Uhr, einem Alter von < 18 Jahren, an Werktagen und bei einer Gesamt-Bestellmenge von mind. 5 Tequila” aussprechen würde. Nämlich gar keins. Ich verstehe nicht, warum so eine Flickschusterei betrieben wird, statt auf sinnvolle Aufklärung und Menschenverstand zu setzen.

    Und wenn die Jungs, die sich auf der Tanke Alk gekauft haben, nachts Randale machen, dann könnte man es ja so machen wie sonst auch bei Ruhestörung: die Grünen rufen und Ruhe is’.

    Das Verbot ist lächerlich in meinen Augen, weil die Wurzel des Problems nicht angepackt wird.

  12. Mal ne Frage: Welcher Jugendlicher setzt sich denn hin und hört sich freiwillig einen Vortrag zum Thema Alkoholmissbrauch / Konsum an? Was soll deiner Meinung nach Aufklärung bringen?

    Ich sage das bringt überhaupt nichts.

  13. @Doreen Vorträge bringen rein gar nichts, da geb ich Dir recht – ich denk aber nicht, dass das gemeint war :-)

  14. @Doreen: man sollte es zumindest mal versuchen. Ich setze auf Aufklärung, wegen mir auch in der Schule – denn da MUSS man sitzenbleiben und sich das anhören. Verbote gibt es in D beileibe schon genug.

  15. [...] Weitere Meinungen findet man bei Lilu24 [...]

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