In der Reihe “Kunst im Netz” möchte ich verschiedene Seiten vorstellen, die einen guten Zugriff auf Kunst bieten. In Zeitschriften und Zeitungen, Feuilletons und sonstwo, wird viel über Kunst geschrieben. Und auch im Netz herrscht in den entsprechenden Onlineversionen der Zeitungen kein Mangel an Input. Allerdins gewähren nicht alle Seiten gleichermaßen einen sinnvollen Zugang zu Kunst. Das Medium Internet bietet an sich viele verschiedene Möglichkeiten näher als das bloße geschriebene Wort an Künstler und ihre Werke heranzukommen…
Heute möchte ich kurz die Internetpräsenz der Camera Austria vorstellen.
Zunächst aber ein paar Infos zur Printversion: Die Zeitschrift widmet sich der Fotografie und wurde 1980 von dem Fotografen Manfred Willmann in Graz gegründet. Seither sind etwa 60 Ausgaben zustande gekommen. Im Druck ist die Camera Austria sehr angenehm, übersichtlich, mit einem klaren Konzept. Unter der Kategorie “Forum” bietet die Camera Austria zudem in jeder Ausgabe einem jungen Künstler die Chance sich vorzustellen und erfüllt damit eine sehr wichtige fördernde und soziale Funktion.
Die Onlineversion dieser Zeitschrift lässt in meinen Augen allerdings zu wünschen übrig. Es können einige Künstler, die in dem aktuellen Heft vertreten sind, angeklickt werden und daraufhin werden jeweils zwei Fotografien als Teaser für die Druckversion der Camera Austria gezeigt. Natürlich haben sämtliche Printmedien gerade Zukunftsängste, da Onlinemedien ihnen den Rang ablaufen. Das darf hierbei keineswegs vergessen werden. Und so ist es auf der einen Seite auch verständlich, dass nicht die gesamte Zeitschrift online verfügbar ist. Man könnte aber wohl meinen, dass das Onlineangebot ETWAS reichhaltiger bestückt sein darf. Außerdem kann ein Onlinemedium sich ja immernoch dafür entscheiden ein etwas anderes Programm darzubieten als die Printschwester. Auf diese Weise könnte die Camera Austria zum Beispiel viel mehr Fotografien online zugängig machen, ohne sich dabei um die Verkaufszahlen der Printmedien zu ängstigen.
Gut, immerhin haben sie eine Bibliothek, die online von Künstlern zur Recherche benutzt werden darf und demnächst soll auch noch eine Dokumentation der Symposien (die die Camera Austria bisher hat stattfinden lassen) online zu erreichen sein.
Vielleicht dürfen wir noch hoffen und es entwickelt sich noch einiges mehr auf dieser Seite.
Vielleicht dauert es nur einwenig länger, bis so nach und nach das Gleichsetzen zweier Medien, die sich in vielem unterscheiden und sich doch sehr gleichen, aufhört. Bisher hatte wahrscheinlich noch jedes neue Medium mit derartigen Problemen kämpfen müssen. Warten wir es ab…
