Süchtig nach was denn fragt sich jetzt bestimmt der Eine oder Andere. Nach dem Bloggen? Oder nach dem Internet? Oder nach der Sucht ständig etwas zu schreiben und was von sich Preis zu geben? Vielleicht auch nach Aufmerksamkeit? Oder aber auch einfach nach der ständigen Suche nach News und Co? Süchtig nach Wissen vielleicht?
Bestimmt ist für jeden etwas dabei. Ich persönlich war noch nie in meinem Leben soviel im Netz, wie jetzt. Als ich angefangen zu Bloggen. Aber bin ich süchtig? Habe ich mich heute mal gefragt. Warum mach ich denn das alles? Schwierige Frage die ich nicht pauschal beantworten kann.
Aber eines steht fest, weil es Spass macht!!
Es ist schon extrem, wieviel Zeit ich in den letzten Wochen in den Aufbau dieses Blogs gesteckt habe, aber es macht einfach Spass und ich bereue keine Minute und Stunde.
Aber zurück zur Frage ob Bloggen süchtig macht.
Und ich meine hier auch nur Bloggen. Ich möchte nicht auf die Spielsucht von Rollenspielen und Co hinaus, sondern rein um die Onlinesucht. Auch ist die Internetsucht sicherlich nicht mit einer anderen Sucht wie z.B. Alkoholabhängigkeit, Rauchen und Drogenabhängigkeit zu vergleichen.
Sicherlich ist es auch eine gewissen Ansichtssache jedes Einzelnen wie er dazu steht. Aber das Internet süchtig machen kann, steht bereits fest und es gibt ja auch gewissen Einrichtungen bei denen Hilfesuchende auch gehört werden. Für mich persönlich denke ich noch nicht, dass ich süchtig bin…aber es kann ja noch werden;-)
Auch Tests, wo man sich selber prüfen kann ob man bereits zur Sucht neigt, stehen im Internet bereit.
Wie schätzt Ihr denn Euer Verhalten ein? Habt Ihr euren Konsum noch im Griff? Könnt ihr noch Urlaub machen ohne 2 Wochen Blog und Co und den drang Online zu gehen?
Also ich glaube schon, dass man bei mir ein gewisses Mass an leichter Internetabhängigkeit feststellen kann und sogar bin ich mir dessen sehr bewusst, dass es so ist.
Ehrlich, ich sitze das ganze WE im Web und entweder blogge ich, jetzt auch noch twittern oder schreibe sonstige Textreviews. Ich brauche das Internet aber auch für mein Onlinebanking, die Korrespondenz mit Behörden via Email, da ich fast keine Behördengänge mehr mache, ausser bei wichtigen Terminen und persönlich verlangter Erscheinung.
Aber auch mein Blog bedeutet mir nun nach ca. 1 Jahr seit Bestehen auf der eigenen Domain immer mehr. Sicher kann ich einige Zeit auf alles verzichten, Bloggen und das Internet, aber dann ist auch schon gut und ich muss wieder ins Netz.
Wie ich schon sagte, ich brauche das Netz für meinen erfüllten Alltag, daher so nebenbei bissl bloggen ist immer drin;).
Da haben wir doch schon den ersten Süchtigen;-)
Also ich würde nicht sagen, dass ich süchtig bin. Ich kann ja auch nur von mir ausgehen. Den ein oder anderen wird es sicherlich geben, der ohne Blog oder Internet nicht mehr leben kann. Ich habe ja gerade eine Woche ausgesetzt, mit Internet und Bloggen und muss sagen das es mir ganz gut bekommen ist. Werde ich hin und wieder mal machen!
Internetsüchtig würde ich jemand definieren, der Tag und Nacht vor der Kiste hängt und keine Zeit mehr für andere Sachen hat.
Das Problem beim bloggen sehe ich darin, dass man einfach Artikel schreiben muss, um mit dem Blog ein wenig erfolgreich zu sein. Dass beim bloggen eine Sucht enstehen könnte, ist sicherlich nicht ganz abwegig.
Gruß
Ronny
Prinzipiell stimme ich Alex zu, v.a. die grundsätzliche, tagtägliche Online-Abhänigkeit ist bei mir da. D.h. aus rein praktischen Gründen bin ich vom Internet abhängig, aber nicht im Sinne von Suchtmittel (wie ja auch im Artikel angesprochen).
Die Phase, dass ich ohne meinen Blog nicht kann und ständig auf der Suche nach neuen Themen bin ist vorbei (mein Blog ist dreieinhalb Jahre alt), aber ohne könnte ich trotzdem nicht mehr. Ich sehe das eher als wichtiges Hobby
Wenn ich mal in Urlaub bin oder geschäftlich nicht da bin, dann ist das allerdings kein Beinbruch und ich gehe auch nicht mobil online.
@Andy,
ich wäre auch froh, wenn ich in einer anderen einfacheren Welt leben würde, ohne den ganzen SchnickSchnack Internet und Co. Aber nachdem ich mich jahrelang damit befasst habe, ist es gar nicht mehr wegzudenken.
@Brunohs,
ich finde es gut, dass du bewusst Internet/Blogpausen einlegst, was dich wieder ins reale Leben zurückbringt:). Das hat auch etwas Gutes.
So ein klein wenig Sucht dürfte bei mir wohl auch mit dabei sein. Seit ich mit Bloggen begonnen habe, gab es kaum einen internetfreien Tag
.
Das ist aber immer von der eigenen Person abhängig wie ambitioniert sie das Bloggen betreibt.
Toller Artikel, ich finde bloggen bringt auf jedenfall ein gewisses Suchtpotenzial mit sich. Ob ich süchtig nach bloggen bin weiß ich nicht und möchte ich auch nicht selber beurteilen. Bei mir ist es so das ich mich mit realtiv viel meiner Zeit mit meinem Blog beschäftige, aber aus meiner Sicht gesehen betrachte ich das eher als Hobby
@Andreas,
ja allerdings und diese Ambitionen arten dann in Isolation aus, bei manchen Personen, und führen letztendlich dazu, dass man sich viel zu intensiv für eine Sache(hierbei Blogging) engagiert:).
Ich spreche nur aus meinen Erfahrungen und man kann sowas niemals auf andere Personen einfach so pauschal anwenden.
Ich habe mich schon immer gefragt, wie das Profi-Blogger sehen? Ist es bei denen schon zwanghaft oder gar krankhaft? Darf man solche Begriffe für das ambitionierte Bloggen überhaupt nutzen?
Wenn man wegen des Internets in sozialer Isolation lebt, dann hat man tatsächlich ein Problem.
Profi-Blogger ist schwierig. Wo ist die Grenze zwischen Beruf und Sucht zu ziehen? Hier wäre wohl auch wieder ein Punkt die sozialen Aktivitäten im Real-Life. Finden sie noch statt oder sitzt er Tag ein Tag aus einsam an der Tastatur?
Ich weiß nicht, ob man das als Sucht bezeichnen kann. Eine Sucht wäre eine Sache, die man zwanghaft macht, ob man mag oder nicht. Wer bloggt obwohl er keine Lust hat, macht irgendetwas falsch. Das hat aber dann auch nichts mit Sucht zu tun sondern eher mit einem falschen Verständnis, was ein Hobby ist bzw. Beruf und was nicht.
Informationssucht ist dann schon eine andere Sache. Da könnte ich von mir selber schon behaupten, dass dem so ist. Nicht übertrieben aber ich merke schon, dass ich jeden Tag im Internet nach meinen Feeds schaue und mir was fehlt, wenn ich das nicht mache.
Da bist du mal kurz vom PC weg und dann gehts los;-) Einfach Klasse. Finde es gut, dass hier soviele Meldungen kommen und es ist auch wirklich ein spannendes Thema.
@brunohs: Finde ich wirklich gut, dass Du bewusst die eine oder andere Frei Woche ohne Internet einlegst. Würde mir auch nicht schaden.
@Ronny: Wann die Sucht anfängt ist sicherlich schwierig und Definitionssache, da geb ich Dir recht und ein Blog braucht natürlich auh gewisse Zeit um Ihn richtig zu betreiben.
@julia49: Finde ich gut dass Du im Urlaub dir wirklich eine internetfrei Zeit nimmst. Ich schau auch im Urlaub ob ich nicht kurz Online gehen kann;-)
@Andreas: Glaub mir geht es so wie Dir, meine Frau sagt es zumindest.
@Jokkel: Ich denke auch man sollte seine Einstellung dazu einfach auf ein Hobby beschränken und dann spielt alles andere keine Rolle.
@Alper: Ich hoffe Du machst es weiterhin;-) Weil die Informationssucht ist doch positiv zu sehen.
@Julia,
ja also aus irgendeinem Bedarf heraus musst du eben auch oft ins INternet und einer x-beliebigen Onlineaktivität nachgehen. Es muss auch nicht gleich Sucht sein, aber man ist auf etwas angewiesen.
@Andreas,
der Begriff “Soziale Isolation” ist auch mit Vorsicht zu geniessen, meiner Ansicht nach. Wenn ich das auf mich beziehe, habe ich in der Woche ab 19 Uhr meine Freizeit und wenn ich dann neben Blogging noch Textreviews schreibe, dann ist der kurze Abend dann auch schon hin.
Das Eingeben von Texten ist nunmal nur personengebunden und dabei findet auch keinerlei Konversation nach aussen statt, weil es gar nicht geht. Ein Blog zu betreiben, erfordert ein, vor allem anfangs, erhöhtes Engagement. Das kann man nur dadurch erreichen, wenn man sich dem Bloggen widmet und zwar jeden Tag.
Will man besser werden, kann man es so nebenbei keineswegs erreichen. Aber im Grossen und Ganzen kann auch kein beruflich tätiger Mensch, welcher nicht zwangsläufig mit dem Internet und der Bildschirm-Arbeit zu tun hat, den ganzen Tag vor der Kiste sitzen.
Profi-Blogger müssen das wohl, da es ja die Monatseinnahmen zum Überleben ausmacht. Da kann man wahrscheinlich dazu sagen, dass es schlicht und einfach der Full-Time-Job ist:).
Ja… süchtig weil es Spass macht …
“Aber eines steht fest, weil es Spass macht!!”
Ich gestehe.. ich bin ein Blogger Junkie … drei Tage ohne Blog & Web .. und die Entzugserscheinungen kommen durch ..
hahaha
Das ist wirklich ein spannendes Thema, wo die Grenzen fließend sind. Letztes Mal ist es mir richtig aufgefallen, dass ich seit Langem einen kompletten Tag nicht online war; aber mittlerweile ist man ja schon fast gezwungen, sich jeden Tag mit dem Computer/Internt zu beschäftigen. Entweder aus schulischen, beruflichen oder studientechnischen Gründen. Bloggersucht hängt wohl stark mit Internetsucht zusammen; bei mir sind es eigentlich immer Phasen, in denen ich mal mehr oder mal weniger blogge – es kommt, wie oben schon erwähnt wurde, vor allem auf den Spaß beim Bloggen an!
Ich würde gerne mal 2 Wochen Urlaub machen. Aber leider geht das erst in ein paar Monaten, wenn mal wieder Semsterferien sind.
Na blogsüchtig bin ich noch nicht. Nur weil man es jeden Tag macht? Ich meine ein Hobbyfußballer oder so kann auch 5mal die Woche trainieren.
@Andy: Der Vergleich mit dem Hobbyfussballer finde ich gut!!
Deutschland: Erste Klinik gegen Blogsucht eröffnet…
Heute wurde in Deutschland die erste Klinik gegen Blogsucht eröffnet. Wir von bloxxo.de konnten den Leiter der Klinik Prof. Dr. Lirpa für ein Interview gewinnen. Aber schaut selbst rein in das Interview mit interessanten Erkenntnissen.
Herr Prof. Dr….
Was für ein geniales Thema, habe jetzt aber keine Zeit weiter zu kommentieren, da ich jetzt zur Suchtgruppe muss
Blogger-Therapie ist angesagt. Nein im Ernst, dem Thema sollte man schon eine hohe Beachtung schenken.
Liebe Grüße
Tobi
Blogsüchtig ? Nööö …
Ich stelle bei mir eher eine Internetsucht fest ..
entweder spiele ich gerade online meinen Waldläufer oder ich gucke halt einfach nur so im Internet rum oder ich blogge halt
Andererseits gehe ich auch viel in das sogenannte Reallife .. Kino .. Darten etc
Neulich war ich mit meiner Sonne im Museum.. da war seit meine Kindheit nicht mehr ^^
Ich nenn die Nutzung des Internets bei mir eine Abwechslung und denke das ist ok und bleibt auch so ..
Gruss Woxi
Sucht ist immer so ein böses Wort. Natürlich verbraucht man viel Zeit mit einem Blog, aber dass ist wie mit einem Hobby. Da verbringt man ja auch viel Zeit. Wenn jemand z.B. Briefmarken sammelt und es ihm Spaß macht und ein anderer jetzt keinen Sinn darin sieht und es als verschwendete Zeit ansieht. Wenn es glücklich und Spaß macht sehe ich bloggen nicht als Sucht an. Wie alles im leben sollte man es aber nicht übertreiben. Wenn dann Familie Freunde und Arbeit darunter leiden, dann sollte man auch Wissen wo hier die Grenze ist. Dann schadet es am Ende und dann kann man von einer Sucht reden.
Das habe ich aber noch im Griff und ich kann auch 2 Wochen in den Urlaub fahren ohne zittrige Hände zu bekommen
Viele Grüße
Thomas
@hombertho: Da ich noch nicht so lange Blogger bin werde ich es in zwei Wochen feststellen können, denn da geht es dann in den Urlaub;-)
Ich bin uberzeugt, dass ich nach dem PC und dem Net süchtig bin. Ohne geht nichts mehr. Überall ob zu Hause im Büro oder Mobil.
Echt cool zu lesen, wie zu einem Beitrag so an einem Sonntag, soviel Resonanz geben kann;). Also Internetsucht hin oder her, es wird im Leben sicherlich Phasen geben, wo man mit dem Internet und Blogging etwas zurückschalten muss.
Bis dahin soll jeder seine Freizeit im Internet und als Blogger möglichst genussvoll verbringen.
@ Alex: Ich finde es auch Klasse, dass es wirklich soviele gibt die hier gerne Ihre Meinung sagen.
@Lutz: Dan solltest Du mal zum Arzt;-)
Oh je noch ein Termin beim Arzt….
a) Schulter gebrochen wegen Mountainbike-Unfall
b) Physiotherapeut wegen Schulter
c) Zahnarzt
und dann auch noch der Psycho-Quacksalber ?
Nee lass mal – jeder beraucht seine kleine Sucht
Oha, die altbekannte Suchtfrage.
Ich würde ja behaupten, dass jeder Mensch süchtig nach Luft, Wasser, Brot und schlafen ist. Genau so wie manche Blog-Süchtig und andere wieder Drogen-Süchtig sind.
Meiner Meinung nach ist Sucht etwas relatives und liegt im Auge des gegenüberliegenden Betrachters.
Es gibt Abende, da habe ich einfach keinen Bock auf Internet oder Computer, dann haue ich mich auf’s Sofa und lese einfach. Lass’ den Blog doch Blog sein, die Kommentare stehen auch morgen noch drin
Es ist aber nun mal so, dass der ‘Blogger als solcher™’ ein ziemliches Mitteilungsbedürfnis hat. Klar, sonst hätte er keinen Blog und würde dieses Medium nicht nutzen. Urlaube, kuriose Begebenheiten, Web-Fundstücke und vieles andere wollen einfach präsentiert werden und man möchte mit dem Inhalt und der Präsentation einen Anreiz geben, mitzulesen. Weil man Erlebnisse einfach gerne mit anderen teilt und Feedback haben möchte, ob die Welt, wie man sie sieht, auch der Wirklichkeit entspricht.
Aber wer nur noch auf seine Zugriffsstatistik und die Zahl der Feedleser schielt und sie mit Gewalt hochtreiben will, setzt sich einem unnötigen Druck aus und wird irgendwann – süchtig. Denn dann steht eben nicht mehr der eigentliche Zweck des Blogs im Vordergrund (interessante Dinge kundzutun), sondern er dient nur noch als Ego-Prothese. Und das ist schade…
@Martin: Ich glaube auch wer nur noch auf die Statistik schaut wird sehr schnell den Spass an der Sache verlieren und dann wird es zur Sucht, wenn er es nicht ganz aufgibt.