Wie bereits in meinem letzten Blogeintrag angedeutet, werde ich mich in diesem Teil mit PayPal beschäftigen. Im Jahr 1998 gegründet, wurde es durch den Aufkauf von eBay zu dessen Online- Zahlsystem. Klein- und Mittelbeträge, die so genannten Micropayments, können mit Hilfe dieses Zahlungssystems ohne größere Kosten durchgeführt werden, ganz im Gegensatz zu Transfers bei Banken und Kreditkarten.
Das Zahlungssystem ist mit über 175 Millionen Mitgliedskonten aus 190 Ländern der Erde der größte Online-Zahlungsdienstleister.
Wie aber funktioniert PayPal nun eigentlich? Um Geld über das Zahlungssystem zu versenden, muß der Empfänger ebenfalls ein PayPal Konto haben. Hierbei gibt es verschiedene Einzahlungsmöglichkeiten. Auf dem Konto kann der Teilnehmer ein Guthaben ansammeln oder von einem hinterlegten Bankkonto auf den PayPal Account einzahlen. Dazu vergibt PayPal einen speziellen Einzahlungscode, der dann in den Verwendungszweck der Banküberweisung eingegeben werden muss. Durch die Einschaltung der Bank dauert die Aufladung des PayPal Accounts bis zu drei Tagen, vereinzelt aber auch länger.
Eine zweite Möglichkeit der Zahlung ist die Verwendung einer Kreditkarte. Diese Zahlungsvariante hat den eindeutigen Vorteil, dass die Zahlung sofort durchgeführt wird und nicht erst nach der Gutschrift der Banküberweisung.
In Deutschland kann durch das Lastschriftverfahren ebenfalls eine Zahlung mittels des PayPal Kontos durchgeführt werden. Die Gutschrift beim Empfänger erfolgt sofort, die Lastschrift wird ein paar Tage später vom Lastschriftkonto eingezogen.
Durch Verwendung von Giropay, einem anderen Online-Zahlungssystem, dass ebenfalls mit einem Bankkonto verbunden ist, kann ebenfalls eine PayPal Transaktion durchgeführt werden. Ebenso wie bei der Zahlung mittels Kreditkarte und Lastschriftverfahren erfolgt die Gutschrift auf dem Empfänger- PayPal Konto sofort.
PayPal Gebühren fallen für den Empfang von Zahlungen aus dem In- und Ausland an. Privat-und Geschäftskonten bei PayPal haben identische Gebühren, nur die Funktionalität des Kontos ist bei dem PayPal Geschäftskontos ist umfangreicher. Innerhalb Deutschlands und der EU beträgt die Gebühr 1,9% des Zahlungsbetrages plus 0,35 Euro pro Zahlung. Alle anderen Zahlungen kosten 3,9 % des Zahlungsbetrages zusätzlich zu 0,35 Euro pro Zahlung. Je höher der Zahlungsbetrag, desto geringer der prozentuale Anteil, der als Gebühr fällig ist.
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PayPal ist natürlich nicht das Allheilmittel der Online-Zahlungsproblematik und im E-Commerce. Es gibt zahlreiche Kritikpunkte, beispielsweise das Handling von Reklamationen im Zusammenhang mit dem Käuferschutz und die damit zusammenhängende Bearbeitungszeit. Die Rückabwicklung eines solchen reklamierten Auftrages kostet den ohnehin Geschädigten 25 Euro, wobei später versucht wird, diese Kosten dem Verkäufer in Rechnung zu stellen. Die Sperrung von PayPal Konten wegen Terrorverdachts oder die Unterstellung von betrügerischen Aktivitäten passiert in seltenen Fällen auf Grund eines Verdachtsmoments, auch ohne konkrete Anhaltspunkte. Ein weiterer Sperrungsgrund von PayPal Konten ist das Erreichen eines bestimmten Umsatzes auf dem Konto. Die Sperre wird dann über längere Zeit verhängt und der Kontobesitzer kommt nach 180 Tagen oder gar nicht an sein Guthaben.
Im nächsten Eintrag werde ich mich dem bereits erwähnten Giropay widmen.
Solltet ihr Themenvorschläge haben, so könnt ihr sie entweder in den Kommentaren hinterlassen oder aber direkt an mich senden.
Weitere Informationen findet Ihr auch bei mir direkt.

5. Mai 2009 um 12:38 Uhr
Also ich bin ein großer Fan von PayPal, obwohl ich zugeben muss, dass es etwas länger gedauert hat, bis ich mich dazu durchringen konnte, es zu benutzen.
Gerade bei eBay oder Geldtransfers im Ausland, für mich nicht mehr wegzudenken.
5. Mai 2009 um 12:48 Uhr
Ich mag PayPal schon. Meines Erachtens nach ist es durchaus eine Erleichterung für die Zahlung von Kleinstbeträgen.
Aus meiner Sicht hat eBay mit Paypal allerdings eine Monopolstellung, was bei mir generell Unbehagen auslöst. Auch das Konten einfach überwacht und dann bei Verdacht gesperrt werden können, macht mich schon ein bisschen nachdenklich…
5. Mai 2009 um 21:58 Uhr
Super! So hab ich das gerne, wenn auf ebay auf Anhieb keine Info über Gebühren zu finden, dann geht man halt auf die Blog-Suche von Google! Danke!
10. Mai 2009 um 08:59 Uhr
Das habe ich ja noch nie gehört, dass die Rückabwicklung was kostet! Ich selbst habe ja auch einen Online Shop und PayPal wird dort sehr gerne genutzt. Wenn ich mal etwas zurückzahlen muss, egal ob eine gesamte Bestellung oder nur einen Teilbetrag, weil vielleicht nur ein Teil zurückgesendet wurde, dann gibt es einen entsprechenden Button dafür. Die mir zuvor berechneten Gebühren werden dann auch wieder entsprechend zurückgesetzt. Eigentlich alles ganz fair und einfach, so dass ich in den 4 Jahren, in denen ich PayPal als Zahlungsmodul in meinem Shop anbiete, noch nie Probleme hatte.
10. Mai 2009 um 09:26 Uhr
Die Gebühren für die Rückabwicklung scheinen seit Inkrafttreten der neuen AGBs abgeschaft worden zu sein. Danke für den Hinweis Crazy Girl.
Neben den Gebühren für den Empfang von Zahlungen ist für Kontoinhaber beim Rückgang einer Lastschrift ein Gebühr fällig. Diese setzt sich zusammen aus den Gebühren der ausführenden Bank sowie Paypal, welche dadurch den eigenen Aufwand abdeckt.
10. Mai 2009 um 09:57 Uhr
@Diana: Ich habe noch nie Rückabwicklungsgebühren bezahlt, weder vor den neuen AGBs, noch danach (so lange sind die ja noch nicht)
Vielleicht waren die nur für den Käuferschutz bzw. Verkäuferschutz, wenn dieser wirklich aktiv werden musste? Ein solches ist nämlich bei mir noch nie passiert.
Gebühren für den Zahlungsempfang sind für jeden. D.h. wenn ich rückabwickle, fallen beim Empfänger Gebühren an.
10. Mai 2009 um 10:12 Uhr
Ich habe einmal eine Reklamation als Kunde mit dem Onlineshop von Tom Tailor wegen Nichtlieferung gehabt, die Rückwicklung hat zwar ein bisschen gedauert von Seiten Paypal, aber ohne hätte ich das Geld von Tom Tailor höchstwahrscheinlich nicht zurückbekommen.
Ich hatte mehrmals versucht, dass telefonisch mit denen zu klären: einmal war deren das System nicht erreichbar, beim zweiten Anruf konnte meine Bestellung nicht gefunden werden beim dritten mal war die Damen am Telefon ungeduldig. Als ich so nicht weitergekommen bin, habe ich die Rückerstattung der Zahlung über Paypal veranlasst. Dafür habe ich dann nichts bezahlen müssen, obwohl ich ein Zahlungsempfänger war.
10. Mai 2009 um 10:33 Uhr
Als Shopbetreiber ist mir so was noch nie passiert
Ich bin natürlich bemüht, die Anliegen meiner Kunden ernst zu nehmen und wenn jemandem Geld zusteht, dann bekommt er es auch in einem angemessenen Zeitrahmen. Bis jetzt ist bis auf eine Teilrücksendung, eine komplette Stornierung der Bestellung und ein paar Mal versehentliche Mehrfachzahlungen aber nichts passiert bei PayPal-Kunden. So etwas erledige ich dann natürlich sofort.