Immer mehr Menschen haben Probleme mit Kopfschmerzen. Manche erleiden richtig heftige Migräneanfälle. Ich persönlich kenne mehrere Leute die darunter Leiden. Oft fragt man sich was kann man dagegen tun, welche Medikamente helfen ?
Ein richtiges Erfolgsrezept konnte meines Wissens noch nicht gefunden werden. Viele schlucken dann massenweise Tabletten, die zwar die Kopfschmerzen lindern aber nicht heilen. Wir bräuchten eine Therapie die wirklich Heilung verspricht.
Wenn man so einen Migräneanfall bekommt, kämpft man oft tagelang mit starken Kopfschmerzen. Die Menschen sind dann gar nicht mehr ansprechbar und können nicht aus dem Haus.
In Deutschland leidet jede vierte Frau und jeder zwölfte Mann unter Migräneanfällen. Das ist meiner Meinung nach eine erschreckend hohe Zahl. Ich persönlich bin bis jetzt von solchen Kopfschmerz Attacken zum Glück verschont geblieben. Ich habe nur manchmal vom Alkohol Kopfschmerzen
, aber da weiß man, dass die am nächsten Tag wieder weg sind
.
Es wird ja zwischen verschiedenen Arten von Kopfschmwerzen und Migräneanfällen unterschieden. Nicht jede Art ist gleich heftig.
Die verschiedenen Migräne-Arten
Die meisten Patienten leiden an der normalen “einfachen” Migräne. Sie äußert sich meistens durch heftige, pulsierende Kopfschmerzen. Hier hilft es auch nicht Sport zu treiben, weil oft körperliche Anstrengung die Schmerzen nur noch verstärken. Meistens tritt dieser Migräne Kopfschmerz auch nur auf einer Kopfhälfte auf.
Zu Migräne gehört aber leider meistens mehr als nur Kopfschmerzen. Oft sind noch Begleiterscheinungen dabei, wie Übelkeit und Licht- und Lärmempfindlichkeit. Viele Patienten können sich während einer Migräneattacke nur in geschlossenen abgedunkelten Räumen aufhalten.
Bei rund 15% der Migräniker wird die Attacke meist durch eine Phase von neurologischen Störungen eingeleitet. Die Patienten leiden dann an Sehstörungen, Sprachstörungen und Schwindelgefühl. Diese Vorstufe der Migräne kann unter Umständen bis zu einer Stunde andauern. Die Vorstufe wird auch Aura genannt. Die Symptome der neurologischen Störungen verschwinden dann meistens komplett, wenn die richtige Migräne einsetzt.
Liegt die Therapielösung in der Physik?
Vielleicht ist Physik doch nicht ganz so unwichtig wie manche in der Schule immer glauben
Ein Berliner Physiker hat jetzt unter Umständen eine neue Methode gefunden, die Migräneanfälle zu lindern und zu stoppen. Im Kopf wird eine “Lawine” von Erregungshemmungen ausgelöst. Diese breitet sich dann verhältnismäßig schnell aus. Jetzt müssen wir aber kurz einen Abstecher in die Physik machen.
Wellen sind im Prinzip Schwingungen die sich im Raum ausbreiten. Nun kann man es aber auch schaffen, aus einer ausbreitenden Welle eine stehende Welle zu machen. Dazu braucht man eine sogenannte “Gegenwelle”. Genau mit diesem Prinzip wollen die Forscher in Berlin Migränepatienten helfen, die unter unerträglichen Kopfschmerzen leiden.
Den Forschern ist es jetzt nun erstmals gelungen an Computersimulationen eine passende Gegenwelle zu senden, die die erregende “Lawine im Kopf” stoppt. Im Moment ist es aber noch sehr schwer, eine passende Gegenwelle zu finden, weil wir die “Migränewellen” noch nicht so richtig gut kennen. Es braucht also schon noch einiges an Forschungsarbeit bis wir eine passende Therapiemöglichkeit für die starken Kopfschmerzen bei den Migränenanfälle gefunden haben.
Aber vielleicht gelingt das schon früher als wir denken. Die Forscher sind ganz zurversichtlich dass ihre Methode funktionieren wird. Es gibt bereits anscheinend erste Praixistest. Hoffen wir einfach mal das Beste, sodass wir bald eine gute Therapiemöglichkeit für die Migräneanfälle gefunden haben.
Kennt ihr Menschen die an Migräne leiden, oder seid ihr sogar selbst davon betroffen? Was hilft euch am besten?


17. August 2009 um 11:43 Uhr
Ich selber habe und hatte nie damit Probleme.
Aber meine Tochter (19 Jahre) zb. hat es wirklich schlimm und heftig manchmal.
Im Schnitt ein oder zweimal im Monat.
Dann kann sie wirklich nur in einem abgedunkelten Raum liegen, absolute Ruhe.
Das fing an als sie so 15 Jahre alt war. Wir waren damals schon in speziellem Migräne und Kopfschmerz Ambulanzen.
Organisch ist sie Topfit. Aber wirklich helfen konnte bis jetzt niemand.
17. August 2009 um 12:27 Uhr
Ja eine wirkliche HIlfe habe ich auch noch nicht gefunden. Ein paar Tage quäle ich immer damit rum trotz tabletten. Ist doch wirklich merkwürdig das die Medizin bei Migräne relativ “hilflos” ist.
17. August 2009 um 13:15 Uhr
Bin auch eine von den Migräneleidenen. Hatte das mal mehrere Wochen durchgängig und hatte so gut wie nie Schlaf.
Mittlerweile geht es besser und die Anfälle sind nicht so stark. Nur wenn es kommt falle ich auch schreiend zu Boden und dann geht erstmal nix. Verkrieche mich dann daheim und alles muss Dunkel sein.
Wünsche das auch niemanden und habe auch Mitgefühl für die die es wensetlich intensiver als ich selbst haben.
17. August 2009 um 22:07 Uhr
Bin selbst auch Migränepatientin. Den ersten Anfall hatte ich mit 18 Jahren, nach dem Abi, zu der Zeit als es mit Uni los ging. Danach immer wieder. Ganz schlimm hatte ich es vor ca. 2 Jahren – jeden Tag Kopfschmerzen, und mindestens einmal die Woche einen saftigen Migräneanfall mit Aura, Lichtempfindlichkeit und Übelkeit. Und das ging über mehrere Wochen so. Ich war fix und alle. Ein Besuch in der Radiologie entkräftete aber zumindest meine Hirntumor-Theorie. Im Gespräch mit dem Neurologen bestätigte sich stattdessen meine favorisierte Vermutung: Stress. Die Anfälle traten vorallem zu Zeiten auf, in denen ich nervlich unter arger Belastung stand.
Inzwischen habe ich kaum noch Kopfweh und Migräne noch viel seltener – bin momentan rundum glücklich. Habe auch meinen Job gewechselt und fühle mich nun einfach wohl. Nur heute hatte ich eine Aura, die aber zum Glück ohne Nachwirkungen verschwand.
Was mir geholfen hat bzw. hilft:
- Migränetagebuch führen, also notieren, was an dem Tag der Attacke geschah, was dort gegessen und getrunken wurde, wie das Wetter war u.ä. Einige reagieren auf Stress, wieder andere auf bestimmte Nahrungsmittel… wenn man den Kreis der Ursachen ein wenig einschränken kann, hilft das schon enorm. Ich zB reagiere auf Stress, Wetterumschwünge und Glutamat.
- Entspannen und sich nicht alles so zu Herzen nehmen. Ist schwieriger als es klingt und ist zum Teil nicht so einfach zu bewerkstelligen. Manchmal muss man sich auch von Situationen lösen, die einen quälen, bei mir zB war’s der Jobwechsel. Ansonsten kann es helfen, sich sofort mit etwas Positivem abzulenken, wenn man was Kommen spürt. Eine ehemalige Kollegin geht beim ersten Anzeichen mit ihren Hunden Gassi, ich leg mich hin und mach mir schöne Gedanken…muss jeder für sich selbst rausfinden.
- Und wenn gar nix hilft, greif ich zu Tabletten… Aspirin und Paracetamol helfen bei einer fiesen Attacke gar nix. Bei mir versagt da meist auch Ibuprofen. Mir helfen Triptane in Verbindung mit einem Antiemetikum, aber auch das muss jeder für sich selbst rausfinden. Habe lange mit meiner Hausärztin rumprobiert, bis ich das Passende hatte.
Oje, jetzt ist mein Kommentar doch länger geworden als ursprünglich geplant – sorry. Aber Migräne ist ein wichtiges Thema für mich und ich finde es wichtig, darüber zu informieren. Soviele leiden darunter und doch sehen das noch immer einige als schlechte Sex-Ausrede.