C3 – Sowas von moderner Klassik…

| Keine Kommentare

Vom 8. bis zum 10.September fand im Berliner Berghain das C3 Festival statt. Ausgeschrieben heißt das: Club Contemporary Classical Festival. An drei Tagen sind neun verschiedene Künstler oder Gruppen aufgetreten, die eine ganz eigene Vorstellunge von moderner klassischer Musik haben.
Dass diese Musik nicht nur von der Clubkultur (sehr viele elektronische Musikelemente) beeinflusst ist sondern oftmals Sequenzen und Zitate aus der Alltagskultur verarbeitet (wie zum Beispiel Zitate der Queen und Ausschnitte aus Aerobic-Videos), zeigt sich zum Beispiel ganz gut an folgendem Video, welches ein Zusammenschnitt diverser Künstler ist.
Dieses Video ist nicht vom C3 selbst,  sondern vom Theaterlab, da es leider noch keine Aufnahmen vom C3 im Netz gibt. Vielleicht wird aber in etwa die Richtung klar. Auch die starke Videopräsenz (zumindest auf dem C3), also die Verbindung von Ton- und Videokunst, ist bezeichnend.

Eine Formation, die da war und auch sehr sehr viel Spaß gemacht hat waren Toca Loca. Sie hatten ihren ersten Auftritt in Europa und waren umwerfend. Von Toca Loca habe ich doch ein paar Videos gefunden:

Hand in my Pocket – Was nach Aussagen der Musiker eine Art Dekonstruktion des gleichnamigen Songs von Alanis Morissette sein soll.

Made in China – Auch hierzu gab es eine kleine Anekdote: Der Komponist dieses Stückes wurde der vielen Gegenstände in seiner Umgebung gewahr, die allesamt aus China stammen.

Das C3 war wundervoll, zumindest der Teil, den ich miterleben durfte. Moderne Klassik kann auch unterhaltsam, kritisch und ironisch zu gleich sein. Und auch Lachen ist in solch einer Atmosphäre kein Tabu. Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, da ich eher jene Konzerte gewöhnt war, bei denen man selbst für zu lautes Atmen böse Blicke ernten kann…

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*