Jedes Jahr starten Ende August 4000 Radsportler um den Ötztaler-Radmarathon in Angriff zu nehmen. Da sich viel mehr anmelden, als Startplätze vorhanden sind, werden die Startplätze ausgelost.

Ist man einer von den 4000 Glücklichen die einen Startplatz ergattert haben, kann und muss das Training beginnen. Denn 238km um 5500hm sind nicht zu unterschätzen.
Da ich 2008 relativ viel mit dem Rennrad unterwegs war, versuchte ich auch einen Startplatz zu bekommen.
Wie das ganze sie letztes Jahr dann zugetragen hat, möchte ich euch in den nächsten Tagen erzählen.
Teil 1: Startplatzverlosung + Ankunft in Sölden
Man hat den ganzen Februar Zeit um sich für die Verlosung zu registrieren. Ich habe mich Mitte Februar als Einzelstarter angemeldet. Insgesamt haben sich über 8000 Radfahrer für die Verlosung gemeldet.
Dies sollte es meine erste Teilnahme werden, doch damit war für mich jetzt schon klar, dass die Chance bei nur ca. 50% liegt.
Und wie ich es schon befürchtet hatte, ich wurde nicht gezogen. Habe also keinen Startplatz bekommen. Nun hieß es auf die Nachverlosung zu hoffen, denn es gibt immer wieder viele, die sich mehrfach angemeldet haben um ihre Chancen zu erhöhen. Doch auch daraus wurde nichts.
Nun hieß es für mich die Augen offen zu halten und immer wachsam sein, denn laut Erfahrungen von Anderen, wird der eine oder andere Startplatz noch über Foren verkauft.
Eines Abends konnte ich dann mit viel Glück ein Startplatz bekommen, weil jemand wegen familiären Probleme nicht zum Ötztaler konnte.
Das gute war, meine Trainingskollegen hatten schon lange einen Startplatz und somit war ich trainingstechnisch doch ganz gut drauf. Desweiteren hatte ich ja noch 2,5 Monate Zeit für die Topform.
Als Vorbereitung bin ich die Alpenchallenge in der Schweiz gefahren, die eine Woche vor dem Ötztaler stattgefunden hatte.

Am Samstagmorgen den 30.08.08 um 8.00Uhr, also ein Tag vor dem Start, machten wir uns dann auf den Weg nach Sölden. Von uns aus sind es gut 400km bis ins Ötztal. Gegen 13.00 konnten wir unsere Quartiere beziehen. Wir hatten Glück und haben eine Wohnung direkt bei der Ötztalarena bekommen.
Anschließend haben wir unsere Startunterlagen abgeholt und unsere Räder hergerichtet. Auch eine kleine Testfahrt durfte an dem Tag nicht fehlen und so sind wir noch eine Stunde locker gefahren.
Abends habe ich mir dann den Bauch nochmals richtig mit der Pasta vollgeschlagen, denn am nächsten Tag würde ich ja viele Kohlenhydrate brauchen. Gegen 20.00 Uhr war noch die Fahrerbesprechung und anschließend ging es ab ins Bett, denn am nächsten morgen muss man ja sehr früh raus.

18. April 2009 um 10:09 Uhr
5.500 Höhenmeter? Das ist ja grausam
Da muss man wirklich gut trainiert sein. Schwer, das zu bewerkstelligen, wenn man so lange noch warten und hoffen muss, überhaupt teilnehmen zu können.
18. April 2009 um 19:30 Uhr
Will ja noch nicht zu viel verraten, genauer Bericht kommt noch, wie ich mich über die Berge gequält habe.
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