Radurlaub in Andermatt – Tag 1 – Airolo, Gotthard, Furkapass, Nufenpass

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Wie versprochen werde ich von meinen Radtouren in und um Andermatt berichten. Morgens um halb 9 machten wir uns auf den Weg nach Andermatt. Zum Glück waren die Straßen recht frei und wir trafen gegen 13.30Uhr in Andermatt ein. Danach haben wir kurz unser Zimmer bezogen und die Rennräder startklar gemacht. Leider musste ich gleich feststellen, dass auf meinem Zimmer kein DSL Anschluss verfügbar war. Aber mehr dazu am Schluss.

Um kurz nach 14.00 Uhr sind wir mit dem Rennrad Richtung Realp gefahren. Bis dahin war es noch recht angenehm, da die Steigungen noch recht moderat waren. Andermatt liegt auf ca. 1400m ü. NN., der Furkapass (auf den wir hoch wollte) hat etwas über 2400m ü. NN. Wir mussten also ca.1000hm mit unseren Rennräder bewältigen. Nach Realp kamen die ersten Serpetinen und man schraute sich Meter um Meter nach oben. Auf der Passhöhe selbst, war es relativ frisch, aber wir hatten eine herrliche Aussicht.

Der Furkapass ist wirklich ein herrlicher Pass und wärmstens zu empfehlen. Die Radsportseite Quäldich.de beschreibt den Furkapass wie folgt.

Der Furkapass liegt parallel zwischen Sustenpass und Nufenenpass und bildet die Grenze der beiden Schweizer Kantone Uri und Wallis. Östlich verläuft die Straße im Urseren entlang des Furkareuss-Quells sowie der historischen Furkabahn, im Westen passiert man den mächtigen Rhônegletscher. Für’s Auge sind die Dreitausender Furkahorn (3169 m), Galenstock (3583 m) und Dammastock (3630 m) im Norden, sowie die Muttenhörner (3099 m) und das Leckihorn (3065 m) im Süden.

Wir sind anschließend auf der anderen Seite über Gletsch nach Ulrichen hinunter gefahren. Dort mussten wir das Erste mal unsere Flaschen auffüllen. Danach ging es den Nufenenpass hoch. Dieser sollte noch anstrengender werden. Insgesamt mussten über 1100hm bewältigt werden um die Passhöhe des Nufenen auf knapp 2500m ü. NN. zu erreichen. Auch die Durchschnittssteigung war am Nufenen höher als am Furkapass. Doch auch dieser Pass wurde mit einigen Qualen ;) bezwugen. Das Wetter war nach wie vor gut und auch hier hatten wir eine herrliche Aussicht auf die umliegende Gipfel. Viele davon waren noch mit Schnee bedeckt, da manche deutlich über 3000m hoch waren.

Anschließend ging es auf die rasante Abfahrt nach Airolo. Airolo dürfte der einen oder andere sicherlich durch die Staus vor dem Gotthard Tunnel kennen. Dort mussten die Trinkflaschen erneut gefüllt werden. Nun stand der letzte Pass des Tages auf dem Programm, der Gotthard. Wir dachten, man darf die neue Straße vom Gotthard als Radfahrer gar nicht benutzen und sind deshalb die alte Kopfsteinpflaster-Straße gefahren. Da lief es deutlich schwerer als auf einer glatten Asphaltstraße. Wir wurden auf den 34 Kehren nach oben gut durchgeschüttelt. Um 19:30 sind wir schließlich oben auf dem Gotthardpass angekommen. Mittlerweile ist es richtig frisch geworden und wir zogen unsere Armlinge und Windjacken an. Die Kopfsteinpflaster-Straße war zwar hart zu fahren, aber ich muss sagen sie hat was. Ist mal was ganz anderes auf so einer historischen Straße zu fahren, als immer nur auf modernen Asphaltierten.

Von nun an ging es nur noch bergab ;) , hinunter nach Andermatt. Auch hier waren die ersten paar Kilometer nur wieder Kopfsteinpflaster, weil wir auch hier (ausversehen) die alte Straße genommen haben. Erst auf 1800m angelangt ging es auf die richtige neue Straße. Diese ließ sich wunderbar fahren. ;)

Abends nach dem wir uns wieder frisch gemacht haben, sind wir noch in ein Restaurant gegangen und haben uns gestärkt. Dies war seit langem mal ein ganzer Tag ohne DSL, weil es in der Pension wo wir waren, kein WLAN oder DSL verfügbar war. Nach UMTS habe ich gar nicht geschaut, weil ich weiß das dies in der Schweiz nicht ganz so billig ist. Aber ich muss sagen das war auch mal ganz entspannend. So konnte man sich ganz auf die Natur und auf das Radfahren konzentrieren. Ein paar Tage ohne Internet sind auch mal ganz gut.

furka-nufenen-gotthard

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