Der Sonntag und somit dritte Tag in Andermatt war zugleich auch unser Letzter. Schon morgens hieß es die Koffer packen und das Zimmer räumen. Daher sind wir schon kurz vor 7 Uhr aufgestanden. Um halb 9 war dann alles gepackt und wir konnten uns auf die Königsetappe, nämlich über den Susten, Grimsel und Furkapass machen.
Anfangs war es in dem Hochtal um Andermatt noch etwas frisch. Somit brauchte man doch noch Armlinge für die direkte Abfahrt nach Wassen. Dort angekommen ging es links weg auf den Sustenpass. Schnell wurde uns warm und wir zogen Armlinge und Windwesten aus. Am Anfang verlief die Strecke noch schön im Wald, somit auch etwas geschützt von der Sonne. Auf den ersten Kilometer nach oben hatte ich noch richtig schwere Beine und es lief noch nicht so richtig.
Doch um Meter um Meter wurde es langsam besser und der Wald wurde immer lichter. Schon bald konnte man die Passhöhe erahnen. Es ging nicht lange und ich traf zwei andere Radfahrer die aus der gleichen Gegend wie wir kamen. Schon beim ersten Wortwechsel merkte ich, dass es auch Schaben sind. Somit konnte man sich ohne anzustrengen unterhalten
Durch das Gespräch verging die Zeit wie im Fluge und wir kamen fix oben an. Hauptsächlich haben wir über den Ötztaler gesprochen, da auch diese Beiden ihn bezwingen möchten. Oben auf den Sustenpass haben wir noch ein gemeinsames Foto gemacht. Doch von dort an trennten sich unsere Wege wieder. Sie fuhren wieder die gleiche Strecke hinunter und wir weiter nach Innertkirchen. Dort haben wir glücklicherweise eine Frau gefunden, die gerade in ihrem Garten war. Sie war sehr freundlich und wir konnten somit unsere Wasserflaschen auffüllen.
Anschließend kam der längste und wahrscheinlich auch härteste Anstieg von allen drei Tagen, der Grimselpass. Insgesamt mussten wir etwas über 1500hm am Stück überwinden. Das hat doch ganz schön Kraft gekostet. Ich persönlich bin relativ gut hoch gekommen, aber meine Mitfahrer hatten doch etwas zu kämpfen. Auch viele andere Radfahrer konnte ich an diesem langen Anstieg überholen. Als wir den Grimselpass gepackt haben, hatten wir wieder eine herrliche Aussicht, wahrscheinlich die beste von allen Pässen. Wunderschöne Seen und viel Berggipfel, teilweise mit Schnee bedeckt konnte man sehen.
Doch leider konnten wir nicht so lange bleiben, denn es wartete ja noch der Furkapass. Nach der relativ kurzen Abfahrt vom Grimsel ging es in Gletsch links weg, hoch auf den Furkapass. An sich ist der Pass von dieser Seite nicht wirklich schwer, aber dadurch dass wir schon zwei harte Pässe gefahren sind, war es kein Zuckerschlecken
Meter um Meter kamen wir dem Passschild näher. Von dort an ging es nur noch bergab Richtung Andermatt. Um ca. 16 Uhr sind wir wieder an unserem Fahrzeug angekommen. Die Tour war geschafft. 130km und etwas über 3500hm.
Anschließend mussten wir noch unsere Räder verstauen bevor es auf die Heimfahrt ging. Da hatten wir leider nicht so viel Glück wie bei der Hinfahrt. Diesmal wurden wir nicht von Staus verschont. Erst um 22.30Uhr bin ich zuhause angekommen.
Aber insgesamt waren es drei tolle Tage. Wir hatten immer super Wetter, besser hätte es nicht sein können. Es war auch ein optimales Training für den Saisonhöhepunkt, den Ötztaler Radmarathon. Ich hoffe dass ich damit den Ötztaler Radmarathon gut schaffen werde. Aber ich denke das müsste machbar sein.
Das wars jetzt mit den Berichten von Andermatt, als nächstes kommt mal wieder was aus der Wissenschaft








