Warum sind kenianische Läufer so schnell – Das Geheimnis der kenianischen Läufer ist jetzt enträtselt.

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Schon seit Jahre beobachte, dass die Kenianer die Langstrecken brutal dominieren. Es gewinnt eigentlich auf der Langdistanz immer ein Kenianer. Auch bei der Leichtathletik WM in Berlin ist es nicht anders. Die Kenianer sind halt beim Marathon und 10000m Lauf ganz vorne dabei. Doch woher kommt diese Dominanz? Warum können Athleten aus anderen Ländern nicht mithalten? Kurz gesagt, was haben die Ostafrikaner was die anderen nicht haben?

Mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine da, sondern das ist schon mehr Menschen aufgefallen. Darum haben Forscher der Universität Bayreuth jetzt mal die Sache genauer untersucht.

Hypothese

Schon lange vermutet die Fachwelt, dass die Kenianer ein größeres Herz, ein höheres Blutvolumen und auch einen besseren Sauerstofftransport haben. Es sind ja nicht nur die Kenianer die so dominant sind, sondern eigentlich alle Afrikanischen Läufer aus der Gegend. Sei es Äthiopien oder Erithräa alle liegen auf der Hochebene. Doch man irrte sich. Die Untersuchung ergab, dass die Läufer aus der Gegend keine höhere Hämoglobin Konzentration hatten.

Die Untersuchung

Zehn Läufer aus dem Hochland in Kenia sind nach Bayreuth gekommen. Als Vergleichsgruppe wurden zehn deutsche Athleten genommen. Die Kenianer blieben sechs Wochen lang auf 350m über Meeresniveau anstatt den sonst gewohnten 2100m. Gleich die Untersuchung zu Beginn überraschte. Wie schon oben erwähnt, hätten die Wissenschaftler vermutet, dass der Hämoglobin-Gehalt im Blut der Kenianer höher ist als bei der deutschen Vergleichsgruppe, allein schon wegen dem Höhenunterschied. Doch dies war nicht so.

Während des sechswöchigen Aufenthalts fiel sogar der Hämoglobinwert der Kenianer unter den der Deutschen. Auch das Herz war bei den Kenianern im Mittel kleiner und trotzdem liefen die Afrikaner um einiges schneller, als wir Deutschen.

laufen

Die Auflösung

Es wurden auch alle äußerlichen Merkmale vermessen, wie Wadenumfang, Beinlänge usw. Die Untersuchung des Body Mass Index ergab, dass die Kenianer im Schnitt deutlich weniger subkutane Fettgewebe haben als wir. Doch dies ist noch nicht alles.

Es wurde ein weiteres Experiment zum Sauerstoffverbrauch gemacht. Dazu mussten die Läufer eine Stunde lang konstant 18km/h laufen. Anhand der Analyse am Ende sah man sehr deutlich, dass die Kenianer viel weniger Sauerstoff als wir verbraucht haben. Sie liefen also wesentlich ökonomischer als wir. Bei den Afrikaner ist anscheinend die Muskelmasse optimal auf die Laufbelastung abgestimmt. Sie haben insgesamt weniger Muskelmasse wie wir. Dadurch müssen weniger Muskelgruppen, welche nicht an der unmittelbaren Fortbewegung beteiligt sind auch nicht mit Sauerstoff versorgt werden.

Wenn jetzt aber einer denkt, ich nehme einfach ab und bin dann dadurch leistungsstärker kann sich gewaltig irren. Der Schuss kann unter Umständen nach hinten losgehen. Ich selbst bin ja Radfahrer und habe es auch schon bemerkt, wenn ich unter eine bestimmte Grenze an Gewicht falle, sinkt meine Leistung eher wieder. Daher empfiehlt es sich ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Trainiert ihr auch ab und an um ein paar Pfunde abzuspecken?

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Ein Kommentar

  1. Sehr interessant, also wenn man das so liest, das ist schon faszinierend…

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