Nachdem ich in den ersten beiden Teilen über die Anfahrt und über die ersten beiden Pässe berichtet habe, möchte ich nun euch den zweiten Teil des Rennens schildern.
Teil 3: Die Quälereien über die letzten Pässe
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Nach einer verhältnismäßigen kurzen Abfahrt vom Brenner, ging es nun den Jaufenpass hoch. Laut Plan war dies der gleichmäßigste Pass mit einer durchschnittlichen Steigung von ca. 7%. Doch man muss immerhin auch über 1100hm überwinden bis man oben auf der Passhöhe ist. Zu dieser Zeit hat man dann doch schon einige Kilometer und Höhemeter in den Beinen, sodass dieses Unterfangen alles andere als leicht war.
Ich hatte Glück und bei mir lief es am Jaufen richtig gut. Ich konnte Fahrer um Fahrer überholen und so kommt einem die Strecke auch nicht so lang vor. Relativ lange verlief die Strecke im Wald, somit Schatten und erst auf den letzten paar hundert Höhenmeter kommt man in die Sonne. Es sollte noch richtig warm werden, aber auf 1800hm war es doch ganz angehnem.
Oben auf der Passhöhe gab es nochmals eine Verpflegung. Die nahm ich gerne an und anschließend ging es eine schwierige Abfahrt nach St. Leonhardt hinunter.
Die Straße ist nicht die Beste und man muss viele Serpentinen hinter sich lassen. Somit ist höchste Aufmerksamkeit gefordert.
Unten angekommen, bei ca. 30°C im Schatten ging es rechts weg, das Timmelsjoch hoch. Jetzt sollte der schwerste Pass des Tages kommen. Insgesamt 29km auf denen man 1800hm am Stück überwinden muss und das nach 180km und 3000hm die man schon zurückgelegt hat.
Unten lief es bei mir noch relativ gut, auch die Hitze machte mich nicht so viel aus, wie manch anderen Fahrern. So ab km 7 war es bei mir nur noch ein Kampf ums Überleben. Irgendwie hochkommen war das Ziel. Zwischenzeitlich dachte ich auch mal kurz ans aufgeben, aber diesen Gedanken verwarf ich wieder schnell, denn meine Zeit war bis dahin ja ganz passabel.
Viele standen am Wegrand und kämpften mit Krämpfen. Zum Glück wurde ich davon verschont und ich konnte mich Meter um Meter hochqulälen. Nach fast undendlich langen 2:15h bin ich oben auf der Passhöhe auf 2500m über NN angekommen.
Hier ein kleiner Bericht vor ein paar Jahren, aber die Bedingungen haben sich ja nicht geändert. Nur das Wetter war bei meiner Fahrt besser.
[youtube rUaCfp8V9ow&NR=1]
Der Rest bis ins Ziel war dann nur noch Formsache, da es fast ausschließlich bergab bis Sölden ging.
In Sölden wurden alle Radfahrer herzlich empfangen.
Die Uhr blieb bei mir bei genau 9:00h stehen. Damit erreichte ich einen Platz um die 550 von insgesamt 4000 Teilnehmern. Mit diesem Ergebnis war ich vollkommen zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die 9h erreiche.
Ich hoffe ich konnte ihnen einen kleinen Eindruck von dem Myhtos “Ötztaler” vermitteln.
PS:
Auch dieses Jahr habe ich einen Startplatz bekommen und werde wieder Ende August in Sölden am Start stehn. Doch diesmal soll, vorrausgesetzt bei gutem Wetter die 9h Marke fallen.

Pingback: Daily News About Sport : A few links about Sport - Thursday, 30 April 2009 00:36
30. April 2009 um 21:58 Uhr
Danke für den schönen Bericht. Das klingt schon richtig hart, was ihr da gemacht habt. Schön, dass du es gut überstanden hast. Gratuliere dir zu der tollen Leistung!
30. April 2009 um 22:23 Uhr
Danke. Das Timmelsjoch zum Schluss war echt das härteste was ich je gefahren bin.
Da muss man sich schon sehr quälen auch mit einer 30/27 Übersetzung