Neulich als ich Abendteuer Wissen im ZDF angeschaut habe, berichteten sie über das Thema “Fleisch retorte – Künstliches Fleisch aus dem Labor“. Zuerst dachte ich, wie soll denn das gehen? Ist das ein schlechter Scherz?
Gut dachte ich, bleibst mal dran um zu sehn was sie bringen.
Als erstes berichteten sie über die Kartoffel. Die Kartoffel könnte in den nächsten Jahren zum Welthauptnahrungsmittel werden. Die Knolle wächst relativ schnell, schneller als Reis. Man hat nur das Problem, dass sich durch die großen Monokulturen Krankheiten einschleichen, wie z.B. die Kraut- und Knollenfäule. Wenn diese Krankheit flächendeckend ausbricht, könne unter Umständen eine Welthungersnot ausbrechen.
Deshalb versuchen die Forscher eine resitente Kartoffelsorte zu züchten. Bis jetzt ist ihnen aber nur ein Teilerfolg gelungen. Sie schafften es Kartoffelsorten zu züchten, die so etwa 6 Jahre resitent gegen die Erreger der Kraut- und Knollenfäule waren. Danach mutierte der Erreger und die Kartoffel war nicht mehr resistent.
Im zweiten Teil der Sendung wurde dann auf das Fleisch retorte, künstliches Fleisch aus dem Labor eingegangen.
Fleisch retorte – Künstliches Fleisch
Aus tierischen Stammzellen wollen norwegische Forscher Fleisch züchten. Sprich unser Schnitzel soll bald aus dem Labor kommen. So könnten auch Vegitarier Fleisch essen, weil dann keine Tiere mehr geschlachtet werden müssen.
Aus Stammzellen kann man ja bekanntlich jede Zelle gewinnen, so auch Muskelfasern, woraus Fleisch ja hauptsächlich besteht. Die Zellen kommen in eine Nährlösung und durch kleine Stromimpulse werden die künstlichen “Muskeln” trainiert.
Aber das Fleisch hat dann nicht mehr seinen typischen Geschmack. Man könne nicht mehr Rindfleisch von Schweinefleisch unterscheiden. Im Moment schmecke es noch nach nichts, so die Forscher.
Probleme
Das künstliche Fleisch hat keine Blutbahnen und somit stirbt es ab einer Dicke von einem halben Zentimeter ab. Ohne die Blutbahnen kann das Innere nicht versorgt werden. 1kg künstliches Muskelfleisch soll angeblich im Moment noch 5 Millionen Euro kosten. Man erwartet evt. einen ähnlichen Preiszerfall wie bei den Computern, die am Anfang auch Unsummen gekostet haben.
Chancen
Man könnte die Massenhaltungen der Tiere abschaffen. Da man dann genug Nahrung hat reichen wenige Tiere, die artgerecht gehalten werden können, so die Forscher. Außerdem würden die vielen Tiere nicht mehr die Umwelt belasten.
Laut dem Beitrag ist die Landwirtschaft einer der größten Umweltverschmutzer. Die Rinder gelten geradezu als “Klimakiller”. Bei Verdauungsprozessen entsteht das Treibhausgas Methan, das wie das Kohlenstoffdioxid (CO2) für den Klimawandel verantwortlich ist.
Würdet ihr Fleisch aus dem Labor essen?
Was haltet ihr von der Entwicklung?

10. Juli 2009 um 11:54 Uhr
Also ganz ehrlich, Fleisch aus der Petrischale?! Das klingt irgendwie eklig und beim lesen haben sich mir grad alle Haare aufgestellt. Mir kamen da direkt “Schöne neue Welt” und “Soylent Green” in den Sinn. Muss diesen Artikel jetzt erstmal “verdauen”.
10. Juli 2009 um 22:37 Uhr
@Rennhenn: Da muss ich dir recht geben die Vrostellung kann einem schon den Appettit verderben !
12. Juli 2009 um 16:48 Uhr
Ich möchte aber gar nicht erst wissen was die Dinosaurier früher so alles in die Luft geblasen haben
13. Juli 2009 um 04:55 Uhr
Die Frage ist: wollen Vegetarier (und auch andere Konsumenten) diese widerlichen Zellkolonien überhaupt essen? Ich würde sagen: nein…
13. Juli 2009 um 07:00 Uhr
@Gerd
Da hat eben noch keine gemessen.;)
@Martin
Ich möchte kein so Fleisch essen. Ich denke im Moment will niemand dieses Fleisch aus dem Labor essen. Was aber in 50 Jahren ist, weiß niemand. Vielleicht sind wir dann drauf angewiesen??
13. Juli 2009 um 07:09 Uhr
@Simon: …oder daran gewöhnt..? Schlimm genug, dass es ‘Analogkäse’ und andere Absonderlichkeiten gibt *würg*. Ich denke aber, der Trend geht eher wieder zu vernünftigen, natürlichen Nahrungsmitteln. Hoffe ich zumindest.
13. Juli 2009 um 07:13 Uhr
Ja die natürlichen sind immer am besten.