Mathe-Genies sind meistens männlich, aber warum?

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Ich denke jeder hat schon davon gehört, dass die Jungs in der Schule anscheinend besser in Mathematik sind als die Mädchen. Oft ist dies auch nur ein Gerücht. Ich kenne genug Frauen die in Mathe sogar sehr gut sind.

Ich bin jetzt mal der Frage nachgegangen ob die Jungs wirklich besser in Mathematik sind.

Allgemein kann man auf jeden Fall sagen, dass die Mädchen in der Schule insgesamt besser sind, aber unter den Mathematik-Genies und Mathematikprofessoren sind sie in der klaren Unterzahl.

Kann das weibliche Gehirn die komplexe Arithmetik und komplizierte Algebra wirklich nicht so gut verarbeiten? Diese Fragen wollen jetzt Forscher und Forscherinnen gelöst haben, nämlich mit Mathematik ;)

Allgemeiner Bereich

Die eine “Science”-Studie aus dem Jahr 2008 hat in den USA ergeben, dass man praktisch keinen Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern in der Rechenleistung sehen kann. Mädchen und Jungs schnitten also gleich gut oder gleich schlecht ab. In Ländern wie Russland, Singapur, Armenien oder Iran erzielen die Mädchen sogar besser Ergebnisse in den verschiedenen Studien, unter anderem auch in der PISA-Studie.

Ein kleiner Trost für die Jungs, in Deutschland haben die Schüler noch knapp die Nase vor den Schülerinnen. Werbung

Spitzenbereich

Es sieht ganz anders aus, wenn es um den Spitzenbereich der Mathematik geht. Die begehrten Fields-Medaillen, der auch als Nobelpreis der Mathematik bezeichnet wird, wurden bislang ausschließlich an Männer vergeben. Das heißt jetzt aber nicht unbedingt, dass es keine weiblichen Mathematik-Genies gegeben hat, sie haben es eben nur nicht ganz an die oberste Spitze geschafft.

Doch dies muss doch auch wieder um einen Grund haben, oder nicht?

Auch wenn es um das knacken von Jahrhundertproblemen war, sei es die Fermatsche Vermutung oder ähnliches, hatten immer die Männer die Nase vorn.

These 1

Die Forscher stellten folgende Vermutung auf, woran es liegen könnte, dass nur Männer im Spitzebereich der Mathematik tätig sind. Sie behaupten es liegt daran, dass die Streuung bei Männern einfach größer ist, d.h. Frauen liegen im mathematischen Verständnislevel nicht so weit auseinander wie ihre männlichen Kollegen. Damit wollen sie sagen, dass es mehr Männer mit beschränktem Mathematikwissen gibt, aber dafür auch einige Überflieger und Genies.

These 2

Ein anderer Grund könnte sein, dass Mädchen früher sprechen lernen und somit den frühen Umgang mit Zahlenwörtern nicht so die Bedeutung verstehn, die hinter den Zahlen stecken.

These 3

Die ganze Sache ist genetisch bedingt, was aber eigentlich gleich auch wieder widerlegt wird. Im genetischen Erbgut sind die Jungen und Mädchen einfach viel zu ähnlich, sodass sich da großartige Unterschiede herausbilden können.

Anders gesagt. Die Jungen sind von Natur aus nicht besser in Mathe.

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV) hält Frauen für genauso begabt wie Männer.

Was letztendlich stimmt, weiß noch niemand so genau.

Was meint ihr, woran kann es liegen, dass es mehr männliche als weibliche Mathematikgenies gibt?

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14 Kommentare

  1. Im Studium waren es seinerzeit über die Hälfte Mädels. Und die waren ehrgeiziger als die meisten Jungs, und vielleicht auch schlauer.

    Dass die Mädels ein Studium nur selten bis zu höheren akademischen Graden weiterführen, hat eher biologische Gründe. Nach 3 bis 5 Jahren Mutterschutz mit DaDaDa und GaGaGa ist man nicht nur thematisch und mentral draußen, man wird auch von den (männlichen) Profs nicht mehr gefördert.

  2. Da kann ich Dir nur zustimmen, bei den Frauen ist einfach durch Mutterschutz und Co immer unterbrechungen drin. Deshlab sind Sie auch sher oft in anderen Berufen hinten an, obwohl die Ausbildung oft besser ist. Und Karrierefrauen gibt es zu wenig…Werden aber immer mehr…

  3. Tja, gute Frage. Ich denke auch, dass es eher an der Gesellschaft liegt als am biologischen.

  4. Es liegt womöglich auch an der Rollenverteilung beider Geschlecher. Bis zum Alter von 10 Jahren scheint es kaum Unterscheide zu geben ( Pisa Studie ), erst ab dem 15 Lebensjahr, schneiden die Jungs besser ab, so jedenfalls das Ergebniss der Ergebnis der Bildungsforscher.

  5. @Roger: Wie ja auch schon geschrieben habe, es zieht sich durch alle Bereiche. Frauen haben einfach aufgrund Ihrer Biologie unter anderem auch Pausen einzulegen.

  6. Was ich darüber weiß, ist folgendes: Durch die männliche Anordnung der Gene XY (und X sind die Begabungen und Eigenschaften, das Y ist nur Beiwerk) ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein herausragendes XY-Wesen entsteht. Bei den Frauen (XX-Trägerinnen) werden Eigenschaften ausgeglichen und “ersetzt”, so dass sie z.B. auch weniger zu Erbkrankheiten wie Farbenblindheit, aber eben auch weniger zu herausragender Genialität neigen.

    Das andere sind die Hormone. Testosteron fördert vor allem räumliches und logisches Denken, Östrogene dagegen sind für das Sprachverständnis und die sozialen Belange von Vorteil. Frauen mit einem natürlichen, niedrigen Östrogenspiegel haben auch eher männliche Eigenschaften und Fähigkeiten (so wie z.B. umgekehrt bei Schwulen die homosexuelle Orientierung auch ein Hormon-”Problem” ist)

    Der Rest ist Gesellschaft, Erziehung und Kultur – aber die Biologie hat einen großen Anteil an allem.

    mfg, Julia

  7. Ich weiß nur das ich in der Grundschule überhaupt keine Probleme in Mathe hatte. Das kam alles erst in der 5. Klasse, von da an hatte ich es total schwer und bin teilweise überhaupt nicht mitgekommen, vom Verstehen ganz zu schweigen. Meine Tochter hat momentan das gleiche Problem. Sie ist jetzt in der 4. und es hapert jetzt schon. Weiß noch gar nicht wie wir das hinkriegen sollen, wenn sie jetzt in die 5. kommt. Hoffe es macht bei ihr früher “Klick” als bei mir, denn bei mir hat es noch Jahre gedauert. Mit einigen Sachen hab ich zwar immer noch Probleme aber das hält sich in Grenzen :-) .Bin einfach nur froh das hinter mir zu haben.

    Lg
    Melli

  8. @Melli: Du bist die erste Mutige die sich zu Ihrem Matheproblem heute bekennt ;-) Freut mich Dich hier zu sehen ;-) Ja mit den Kindern ist es ja immer so ne Sache. Wir haben es erst noch vor uns, denn unser Kleiner ist erst 2, aslo dauert noch etwas ;-)

  9. Danke Andy, aber ich bin nicht mutig nur realistisch :D . Ausserdem kann ich ja Mathe, es hat halt eben nur länger gedauert *gg*. Hoffe ich krieg das mit meiner großen hin, denn als alleinerziehende Mutter ist das nicht immer einfach. Vor allem da mein Sohn auch noch ein Wort mitzureden hat. Bin nur froh, dass er momentan keine Probleme in Mathe hat (1. Klasse) aber ich stell mich schonmal drauf ein, das sich das irgendwann ändern kann. :yes:

  10. Ich war eigentlich schon immer mehr der Rap und Hip-Hop Fan, selbst in meiner Jungend, die ja nun schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt. Damals, in den 80ern, waren solche Acts wie Ice-T, 2 Live Crew, etc.. angesagt.

    Iron Maiden fand ich aber immer wegen Eddy geil und “Number of the Beast” ist auch einfach ein Ohrwurm, selbst für jemanden wie mich. :-)

  11. @Andy: Gut dass du hier noch Eddy erwähnt hast, den hatte ich fast vergessen. Das machten auch die Bühnenshows von Maiden aus. Einfach geil!!!

  12. @Melli: Keine Angst, dein Sohn hat bestimmt keine Probleme in Mathe eher in den Sprachen ;-)

  13. @Andy:

    *lach*abwarten ;-)

  14. Ich denke es hat vor allem mit männlichem Ehrgeiz, vor allem Probleme zu lösen, selbst wenn sie dafür ihr ganzes Leben opfern. Das Frauen in der Schule besser in Mathe sind, hat eher mit Fleiß zu tun. (aus meiner Sicht)

    Ich denke es ist Mischung aus dem genetischen und dem gesellschaftlichen Dingen unserer lieben Welt. Ich halte das mit der Schwangerschaft eher für nebensächlich, denn wenn Frau wirklich ein Mathegenie ist, hat sie auch danach noch 60 Jahre um sich damit auseinanderzusetzen und den Fieldspreis einzusammeln.

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