Heute in der Serie “Physik für Jedermann” möchte ich mich dem Thema “Was ist Licht” widmen.
Vor ein paar Tagen habe ich in einem anderen Artikel versucht zu erklären, warum das Gras grün ist. Dort wurde am Ende kurz auf die Eigenschaft des Lichtes eingangen.
Jetzt fragen wir uns aber, was ist Licht wirklich?
Allgemeine Definition:
Als Licht bezeichnen wir im Allgemeinen den für uns sichtbaren Bereich der elektromagnetischen Strahlung, was einer Wellenlänge von ca. 380-750nm (Nanometer =10^-9m) entspricht.
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| Farbton | Wellenlänge | Wellenfrequenz | Energie pro Photon |
|---|---|---|---|
| Violett | 380 – 420 nm | 789,5 – 714,5 THz | 3,26 – 2,955 eV |
| Blau | 420 – 490 nm | 714,5 – 612,5 THz | <2,95 – 2,535 eV |
| Grün | 490 – 575 nm | 612,5 – 522,5 THz | 2,53 – 2,165 eV |
| Gelb | 575 – 585 nm | 522,5 – 513,5 THz | 2,16 – 2,125 eV |
| Orange | 585 – 650 nm | 513,5 – 462,5 THz | 2,12 – 1,915 eV |
| Rot | 650 – 750 nm | 462,5 – 400,5 THz | 1,91 – 1,655 eV |
(Quelle: wikipedia.de)
Jede Farbe besitzt also eine eigene Wellenlänge.
Die Sonne, die unser Hauptquelle für Licht ist, weist das ganze Spektrum kontinuierlich vom kurzwelligen Violett über Blau, Grün, Orange bis zum langwelligen Rot auf.
Außerhalb diesem sichtbaren Spektrum, gibt es natürlich auch noch Strahlung, z.B. Gamma-, Röntgen-, UV- und Infrarotstrahlen.
Welle-Teilchen Dualismus
Nun stellt sich die Frage, ist Licht eine Welle oder ein Teilchen?
Durch pyhsikalische Experimente kann man zeigen, wie zum Beispiel dem Doppelspaltexperiment, dass das Licht Welleneigenschaften besitzt. Aber man kann auch z.B. mit dem Compton-Effekt zeigen, dass Licht vermutlich aus Teilchen besteht.
Was nun, fragt man sich ist jetzt richtig. Das haben sich auch lange Zeit die Physiker gefragt.
Erst durch die Quantenpyhsik konnte dieser Welle-Teilchen Dualismus in dem Sinne geklärt werden, dass Licht Wellen- und Teilcheneigenschaft besitzt.
Lichtgeschwindigkeit
Wenn man es mit dem Auge auch nicht erkennen kann, auch Licht braucht eine gewisse Zeit um von A nach B zukommen.
1850 gelang es dem französiche Pyhsiker Leon Foucault erstmals die Lichtgeschwindigkeit relativ genau zu messen.
Er benutzte dazu die sogenannte Drehspiegelmethode. Er bekam 2,98 x 10^^8 m/s heraus, was für die damalige Zeit ein sehr guter Wert war.
Heutzutage ist die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf 2,99792458 x 10^8 m/s festgelegt. Es wird auch nicht mehr versucht sie genauer zu messen, sondern nimmt diesen Wert als Definition.
Vielmehr versucht man heutzutage den Meter und die Sekunde so genau wie möglich zu messen. Man forscht gerade an neuen Atomuhren, mit denen es möglich sein soll, sogar die Verschiebung von Naturkonstanten zu messen.
Licht ist damit die höchste Geschwindigkeit die wir kennen. Licht braucht gerade mal 1,3 Sekunden um von der Erde zum Mond zu gelangen. Von der Sonne braucht es schon 8,3 Minuten, aber es sind ja auch 150 Millionen km Entfernung die man zurücklegen muss.
Wir sehen also immer nur, wie die Sonne vor 8,3 Minuten aussah.
Wenn ein Stern, der Lichtjahre (Lichtjahr = Strecke die das Licht in einem Jahr zurücklegt) entfernt ist, explodiert bekommen wir es erst Jahre später mit.
Licht in Materie
In Materie breitet sich Licht nicht so schnell aus wie im Vakuum. Dies kommt daher, dass Licht mit Atomen wechselwirkt und sich somit langsamer fortbewegt.
In Luft ist Licht allerdings nur ca. 0,029% langsamer als im Vakuum.
In Wasser macht es schon viel mehr aus. Dort ist Licht “nur” noch ca. 2,25 x 10^8 m/s und in Glas sogar “nur” noch 1,6 x 10^8 m/s schnell.
Die Lichtgeschwindigkeit kann man mithilfe eines Mikrowellenherds und Schokolade oder Käse auch selbst bestimmen. Versuchen sie es doch mal.
[youtube c2DrrsQkcFk]
Haben Sie schon alles gewusst?
Was würden Sie gerne noch ergänzen?

5. Mai 2009 um 18:31 Uhr
Gestern in der Nachhilfe erklärt, schon, wenn man noch einmal gefestigt wird *lach*
Soweit sind die Informationen aber wirklich sehr sinnvoll. Erst bei den verschiedenen Inertialsystemen in der Relativitätstheorie und der Rolle des Lichts wird es dann für den Otto-Mann unnötig.
6. Mai 2009 um 21:45 Uhr
Ja das mit verschiendenen Intertialsystemen kommt glaub dann erst im Studium.
Da gibt es auch ein paar interessante Sachen
8. Mai 2009 um 01:09 Uhr
Ich finde deine wissenschaftlichen Artikel ziemlich gut
Habe schon sehr viele davon gelesen. Kennst du dich da mit allem aus? oder informierst du dich da immer extra, bevor du einen Artikel schreibst?
Übrigens kommen diese Artikelreihen, denke ich ziemlich gut an. Sehr schön
mfg
humanity
8. Mai 2009 um 08:14 Uhr
Ich studiere ja Mathe und Physik, aber trotzdem muss ich mich vorher immer ein wenig informieren.
18. Mai 2009 um 12:29 Uhr
Ja das Licht ist schon etwas tolles
!
Jedes mal wenn ich nach draußen gehe und die vielen bunten Lichter sehe bin ich soo fasziniert das ich am liebsten laut schreien würde !!
Ich weis da klingt verrückt aber es ist einfach etwas besonderes ….
ich könnte den ganzen Tag in meien Lichtbuch das ich mir von meinem Taschengeld gekauft habe nach lesen welches licht ich gerade sehe !
Danke licht das es dich gibt !
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7. Juni 2009 um 16:10 Uhr
Was für ein cooles Experiment. Das Video ist sowieso der Hammer. =)
Dies ist ein informativer und spannender Artikel zugleich.
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17. September 2009 um 11:13 Uhr
Sehr guter Artikel. Hab wieder 2 Sachen dazugelernt die ich noch nicht wusste.
Danke auch für das Video und den Link zum Beitrag vom Scienceblog. Hätte nicht gedacht das man so simpel die Lichgeschwindigkeit ermitteln kann