Solarstrom in der Zukunft – Verschiedene Arten im Überblick

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Ich bin ja relativ viel mit dem Rad unterwegs und dabei ist mir aufgefallen, dass jetzt im Frühling wieder viele Haushalte eine Solaranlage auf ihrem Dach installieren. Da habe ich mich gefragt wie so eine Solaranlage funktioniert, und was für verschiedene Typen es gibt und möchte diese nun euch vorstellen.

Die Solaranlage und verschiedene Typen

Eine Solaranlage ist eine Anlage die Sonnenenergie in eine andere Energieform umwandelt. Grundsätzlich kann man zwischen drei verschiedenen Solaranlagen unterscheiden.
• Thermische Solaranlagen liefern Wärmeenergie in niedrigen Temperaturbereichen und ist somit optimal für die direkte Nutzung in Haushalten.
• Thermische Solarkraftwerke liefern auch Wärmeenergie aber im viel größerem Maßstab. Auch die Temperaturen sind viel höher. Oft wird durch diese Wärme dann wieder elektrische Energie gewonnen.
• Photovoltaikanlagen liefern direkt elektrische Energie, allerdings nur Gleichstrom. Bevor man den Strom ins Netz einspeisen kann muss man noch einen Wechselrichter dazwischen schalten.

Thermische Solaranlagen

Thermische Solaranlagen sind im Prinzip flache Sonnenkollektoren. Diese Sonnenkollektoren werden im Alltag meistens für die Erwärmung von Wasser, sowie für die Raumheizung genutzt.

Der Sonnenkollektor wird speziell beschichtet, sodass der Kollektor durch die elektromagnetische Sonnenstrahlung im sichtbaren und infraroten Bereich erhitzt wird. In Europa können mit thermischen Solaranlagen je nach Region bis zu 50% des täglichen Energiebedarfs zur Erwärmung von Trinkwasser bereitgestellt werden.
Bei den thermischen Solarkraftwerken läuft die Energiegewinnung ähnlich ab. Nur dort wird eben indirekt Strom gewonnen. Durch die hohen Temperaturen wird eine Dampfturbine mit Generator angetrieben, der wiederum den elektrischen Storm liefert.

Photovoltaikanlagen

Photovoltaikanlagen wandeln die elektromagnetische Strahlung von der Sonne direkt in elektrische Energie um. Die Module wo man so auf den Dächern sieht, bestehen teilweise nur durch hauchdünnen halbleitende Schichten.
Das Kernelement der Module ist die Solarzelle. Dabei werden durch den Photonenbeschuss positive und negative Ladung getrennt. Dadurch kann ein Strom zwischen den Ladungszonen fließen. Diese Energie können wir dann entweder in einer Batterie speichern oder wie oben erwähnt über einen Wechselrichter ins Netz einspeisen.

Inselsystem – Inselanlage

Mit einem Inselsystem oder auch Inselanlage meint man, dass man keine Verbindung zum öffentlichen Stromnetz hat. Den gewonnen Strom speichert man dann in Solarbatterien ab. In vielen Kommunen werden oft die Parkscheinautomaten mit Solar-Inselanlagen betrieben.
Aber auch in Wohnmobilen sieht man immer öfters solche Solar-Inselanlagen. Damit kann man dann auch Abends was kochen, Radio hören oder auf einem kleinen LCD Fernseher fern schauen. Natürlich braucht man dazu eine entsprechend große Batterie, ist aber heutzutage machbar mit speziellen Solarbatterien.
Inselanlagen können aber auch in der Landwirtschaft recht nützlich sein, zum Beispiel verwenden die meisten Bauern bei Weidezaungeräten kleine Photovoltaik-Anlagen.

Zukunfts-Chancen der Solarbranche

Im Moment läuft es bei den Betrieben die Solarmodule herstellen ziemlich gut und das bei der wirtschaftlich schlechten Lage.
Es wurden zum Beispiel jetzt wieder riesige Solarkraftwerke in Afrika geplant. Große Industrie und Finanzkonzerne wollen mit 400 Millionen Euro große Anlagen in der Wüste installieren. Schon in 10 Jahren soll der erste Strom fließen.

In den kommenden zwei Jahren sollen konkrete Pläne für das sogenannte “Desertec”-Projekt.
Sicherlich ist dies ein guter Anfang um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Vielleicht gibt es ja bald noch mehr solch große Projekte. Wenn aber dadurch wieder viel Land bebaut wird, schadet das auch im gewissen Sinne der Umwelt.

Was ist eure Meinung? Brauchen wir mehr Solaranlagen in Zukunft? Ist dies die Energiequelle der Zukunft?

Bild von flickr.com (benutzer: futureatlas.com)

3 Kommentare

  1. Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr Solaranlagen brauchen. Allerdings ist der Mix in jedem Fall wichtig und von Solaranlagen, Windkraft und auch Wärmekopplungskraftwerken etc. Dann können wir nämlich bald getrost alle AKWs vom Netz nehmen. Ich hab selber auch Photovoltaik auf dem Dach.

  2. Sicher, der Strom der Zukunft kommt aus Solaranlagen, Wasserkraft und Windkraftraedern in unser Stromnetz. Schon heute gibt es guenstigere Stromtarife mit 100 %-igem Strom aus erneuerbaren Energien, mal ganz nebenbei gesagt. Das es nicht nur den Geldbeutel schohnt sondern auch sehr gut fuer die Umwelt ist, sollte wohl jedem klar sein.

  3. Ich denke das Projekt Desertec hat auf jeden Fall sehr großes Potential. Allerdings birgt der Import von Energie natürlich auch immer gewisse Gefahren hinsichtlich politischer Abhängigkeit. Wichtig finde ich besonders, dass hier unbedingt auch die Interessen der afrikanischen Länder gewahrt werden müssen. Auch wenn das Projekt nun tatsächlich realisiert wird, sollte weiterhin nach alternativen Lösungen im eigenen Land gesucht werden.

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