Vulkanausbruch – Wenn Planeten Feuer spucken

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Von einem Vulkan spricht man, wenn Magma, sprich Gesteinsschmelze bis zur Oberfläche eines Planeten aufsteigt.

Der Begriff Vulkan leitet sich von der italienischen Insel “Vulcano” ab. Bei den Römern galt die Insel als Schmiede des römischen Feuergotts.

Doch was geht bei einem Vulkanausbruch genau vor? Dies möchte ich in diesem Artikel mal erörtern.

Verschiedene Arten von Vulkanen

Vielleicht hat der eine oder andere schon mal davon gehört, dass wir die Vulkane und Vulkanausbrüche nach ihrer Art unterscheiden. Wir können sie nach ihrer äußeren Form, dem Ort ihres Auftretens, der Art der Magmaentstehung oder nach ihrerm Zustand oder Tätigkeit einordnen.


Über 90% der Vulkane auf der Erde sind Schildvulkane.  Die Bezeichnung Schildvulkan rührt von der schildartig, aufgewölbten Form des Vulkans.

Arten von Ausbrüchen

Nicht jeder Vulkanausbruch ist gleich. Es gibt hochgradig gefährliche und weniger gefährliche.

Der gefährlichste Ausbruch eines Vulkans ist der “explosive Ausbruch“, die durch Überhitzung des Grundwassers/Meerwassers über die Magmakammer des Vulkans ausgelöst werden.

Bei einem solchen Ausbruch können schlagartig kubikmetergroße Gesteinsmassen herausgeschleudert werden.

Nicht in der Gefährlichkeit zu unterschätzen sind auch die Ausbrüche, wo heiße Glut- und Aschewolken lawinenartig hangabwärts bewegen. Die “Lawine” reist alles mit und begräbt es unter sich. Unter diese Kategorie fällt z.B. der berüchtigte Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n.Chr.

Ebenfalls gefährlich sind auch Lahare, die bis zu 5m hochen Schlammströme bilden, die sich dann mit einer hohen Geschwindigkeit ins Tal stürzen.

Nicht ganz so gefährlich sind effusiven Ausbrüche. Dort enthält das Magma nicht so viele Gase und ist flüssiger. Diese Form tritt oft bei den Schildvulkanen, die ja wie oben erwähnt am häufigsten auf.

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Das soll jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, dass Vulkane ungefährlich sind. Auch effusive Ausbrüchen haben ein relativ hohes Gefahrenpotential und können über mehrere Jahre anhalten, sogar bis zu Jahrhunderten.

Entstehung eines Vulkans

subduktionszoneJetzt haben wir genug von den verschiednen Arten und Ausbrüchen kennengelernt, doch wie entsteht überhaupt so ein Vulkan.

Im Prinzip liegt der Grund für Vulkane darin, dass die Erdkurste nicht aus einer zusammenhängenden Platte besteht, sondern im Prinzip aus 7 verschiedenen Platten, wenn wir mal die kleinen weglassen.

Auch die Dicke der Platten ist sehr unterschiedlich und schwankt so zwischen ca. 5-30km.

Diese Platten schwimmen auf einer flüssigen Schicht und bewegen sich fast unbemerkt. Dabei driften manche Platten voneinander und andere wiederrum aufeinander zu.

Fast alle Vulkane auf dem Festland sind an Stellen, wo sich die Platten aufeinander zu bewegen. Auf dem Meeresboden ist es gerade entgegengesetzt, dort wandern die Platten auseinander.

Ganz langsam wird eine Platte unter die andere “gedrückt”. In ca. 100km Tiefe wird dann die Gesteinsmasse bei hohen Temperaturen geschmolzen. Dabei entstehen auch Gase und lösen einen enormen Druck aus.

vulkanDiese Gas suchen sich einen “Ausweg” und drücken druch Risse und Spalte in der Erdkruste. Gelangt das Gas nach oben so baut es aus erdkaltem und heißem Schmelzgestein langsam einen Vulkan. Ob der Vulkan dann schlagartig oder langsam ausbricht hängt dann von weiteren Faktoren ab, wie Lavazusammensetzung ab.

Vorhersage von Vulkanausbrüchen

Für Menschen die in der Nähe von Vulkanen leben ist es immens wichtig, dass sie vorhersagen können ob und wann ein Vulkan ausbricht.

Daher beschäftigtigen sich auch Forscher mit Vulkanausbrüchen um evt. irgendwann mal genau vorhersagen zu können, wann ein bestimmter Vulkan ausbricht.

Fehlprognosen wären allein unter Kostengesichtspunkten verheerend. An die dort lebenden Menschen möchte ich gar nicht dran denken.

Im Moment stehen 5 verschiedene Überwachungsmechanismen zur Verfügung

  • Geodätische Überwachung
  • Analyse aufsteigender Gase
  • Erfassung von Temperaturerhöhungen
  • Aufzeichnung seismischer Aktivität
  • Gravimetrische und magnetometrische Veränderungen

vulkan3Verhindern lassen sich Vulkane trotzdem nicht, dennoch ist es aber den Wissenschaftlern gelungen die betroffenen Menschen noch rechtzeitig zu warnen, sodass man eine Evakuierung einleiten konnte.

Die aktivsten Vulkane

Nach Angaben von Professor Hans-Ulrich Schmincke, Vulkanologe vom Forschungszentrum Geomar in Kiel, gehören folgende Vulkane zu den derzeit aktivsten der Welt:

  • Kilauea/Hawaii
  • Popocatepetl/Mexiko
  • Montserrat/Karibik
  • Arenal/ Costa Rica
  • Masaya/Nicaragua
  • Villarrica/Chile
  • Stromboli/Italien
  • Ätna/Sizilien
  • Merapi/Indonesien
  • Sakurajima/Japan

Vulkane auf anderen Planeten

Aktiver Vulkanismus ist einer der auffälligsten Belege dafür, dass das Innere eines Planeten aktiv ist.

Vulkane konnte bisher nicht nur auf unserem Planet Erde beboachtet werden sondern auch unteranderem auf dem Jupitermond Io, dem kleinen eisigen Saturnmond Enceladus und auf dem Mars konnten wir sogar schon Schildvulkane beobachten.

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