Heute möchte ich mal Euch etwas über Neutronensterne, oder wie sie auch genannt werden Pulsare erzählen. Im Normalfall sind die physikalischen und wissenschaftlichen Dinge die Angelegenheit, aber wenn es um unser Universum geht, dann bin ich auch immer wieder Interessiert etwas neues und Interessantes zu entdecken. Deshalb auch heute der Artikel von mir.
Was sind denn eigentlich Neutronensterne bzw Pulsare?
Wenn der Kern eines todgeweihten Sterns kollabiert, kann daraus ein neuer entstehen. Der Pulsar oder wie oben schon beschrieben auch Neutronenstern genannt.
Pulsare haben in der Regel einen Durchmesser von 20 Kilometer, was im Vergleich zu der Sonne die einen Durchmesser von über einer Million Kilometer nicht gerade viel ist, aber jetzt kommt es. Ein Pulsar ist zwar nicht groß aber enorm schwer. Sie wiegen mehr als die Sonne und das mit Ihrer viel kleineren Größe.
Ein Kubikzentimeter seiner Materie wiegt durchschnittlich etwa eine Milliarde Tonne!!! :wacko:
Pulsare sind auch dafür bekannt, dass sie sich sehr schnell um die eigene Achse drehen, bis zu 716 mal in der Sekunde!!!
Daraus resultiert natürlich auch ein gewaltiges Magnetfeld welches einfach alles in seinen Bann zieht. Der Aufbau eines Pulsars ist ähnlich eines Gesteinplaneten. Aussen festes Gestein und innen Flüssig. Aber Forscher gehen davon aus, dass im Inneren eines Pulsars eine Supraflüssigkeit herrscht. Ohne jegliche Reibung. Forscher spekulieren über freie Quarks und andere exotische Elementarteilchen, was aber bisher noch nicht bewiesen ist.
Wie wurden die Pulsare entdeckt?
Wie bei vielen anderen Entdeckungen auch, war es mehr ein Zufall. Die britische Studentin Jocelyn Bell überwachte 1967 eine Riesenantenne an der Universität Cambridge und hat erstaunliches festgestellt. Der Studentin fielen bei Testaufnahmen merkwürdigen Signale auf. Genauere Messungen zeigten dann, dass von der neuen Radioquelle regelmäßige Pulse ausgingen. Daher auch der Name Pulsar. Das waren die ersten Signale eines neuen Sternentypus. Ihr Doktorvater Antony Hewish erhielt später für dies den Physik-Nobelpreis!
Aber nicht nur Astronomen sind an den Neutronensternen interessiert, sonder auch Physiker. Sie untersuchen vor allem die Neutronensternpaar, weil diese durch Ihre Gravitation aneinander gekettet sind. Sie kreisen durch einen gemeinsamen Schwerpunkt der aber immer schneller wird und am Ende kollidieren. Daraus verschmilzt dann ein Schwarzes Loch. Kurz vor der Verschmelzung gibt es aber noch das letzte Todesgeräusch das in Gravitationswellen endet.
Wissenschaftler arbeiten Fiberhaft an der Entschlüsselung dieser Gravitationswellen. Sie erhoffen sich dadurch Aufschluss über das Innere der Pulsare zu bekommen. Bisher konnte aber noch keine solche Wellen gemessen werden, obwohl es mit modernen Detektoren möglich sein sollte. Von diesen Detektoren gibt es derzeit 4 auf der Erde. Aber das Problem wird wie so oft in der Weltallforschung der Faktor Zeit sein, denn wann die nächste Kollidierung der Sternleichen ansteht bleibt ungewiss.
Wenn bei dem Einen oder Anderen noch die Frage auftritt, wieviel solcher Neutronensterne den die Milchstrasse besiedeln, dem sei gesagt, das es nach Schätzungen in die Milliarden gehen könnte.
So das soll es für heute mit der kleinen Exkursion in die tiefen des Weltalls gewesen sein. Ich hoffe für den Einen oder Anderen war etwas Interessantes dabei.

25. Juli 2009 um 14:03 Uhr
Der Artikel ist ein böses Aua für mich, meine Hassfächer damals in der Schule. Mathe und Physik. Trotz allem , irre interessant diese Dinge. Ich kann durchaus nachvollziehen das man sich damit gerne beschäftigt.
25. Juli 2009 um 17:42 Uhr
@Arven: Für mich sind Physiker auch ein Rätsel, aber wie du schon sagst Interessant ist es auf jeden Fall.